Streik 2.0
© Getty Streik 2.0

Hollywood Streik 2.0

Jetzt wollen auch Hollywoods Schauspieler streiken. Aber nicht jeder darf mitmachen

Hollywood hat so manche Fortsetzung

hervorgebracht, die die Welt nicht braucht: "Basic Instinct 2" zum Beispiel, "Psycho IV" oder "Rocky 6".

Mit regelrechtem Schrecken wird diese erwartet: "Der große Streik, Teil 2", leider kein Film. Nach dem 100-tägigen Ausstand der Drehbuchautoren planen jetzt die Schauspieler, ihre Arbeit niederzulegen, um stärker am Umsatz beteiligt zu werden, den ihre Filme auf DVD und im Internet machen.

Neben Glenn Close und Kevin Bacon fordert auch Ben Affleck, dass nur hauptberufliche Schauspieler streiken dürfen
© GettyNeben Glenn Close und Kevin Bacon fordert auch Ben Affleck, dass nur hauptberufliche Schauspieler streiken dürfen

Die beiden mächtigen Schauspielergewerkschaften Screen Actors Guild (SAG) und American Federation of Television and Radio Artists (AFTRA) sollen bereits über die Frage im Clinch liegen, wer überhaupt an einem solchen Streik teilnehmen dürfe. Schauspieler nennen sich in Los Angeles schließlich Zehntausende. Die Bandbreite reicht dabei von Oscar-Preisträgern bis hin zu Möchtegern-Akteuren, die einmal in einem Margarine-Werbespot eine Stulle schmieren durften und ansonsten kellnern.

Nicht die Butter vom Brot nehmen lassen wollen sich die SAG-Mitglieder und Hauptberufler Glenn Close, Ben Affleck, Kevin Bacon und Charlie Sheen. Ihre Forderung, die viel Unterstützung findet: Nur Schauspieler, die wirklich regelmäßig vor der Kamera stehen, sollen mitentscheiden dürfen, in welchem Rahmen protestiert wird. Beginnen soll der Streik am 30. Juni. Kommt es wirklich so weit, könnten Kinogänger bald die Konsequenzen spüren: Aus Angst vor finanziellen Verlusten durch einen Ausstand wurden bereits erste Projekte verschoben, etwa Steven Spielbergs Drama "The Trial Of The Chicago 7" mit Will Smith und Sacha Baron Cohen. Schade, die hätte man doch gern gesehen.