Herta Müller
© Getty Images Herta Müller

Herta Müller Literatur-Nobelpreis geht nach Deutschland

Erstmals seit Günther Grass' Auszeichnung 1999 geht der Literatur-Nobelpreis wieder nach Deutschland: Geehrt wurde Herta Müller, deren Roman "Atemschaukel" als das sprachliche Kunstwerk dieses Herbstes gilt

Zum dritten Mal seit Ende des Zweiten Weltkriegs geht der Literatur-Nobelpreis nach Deutschland: In diesem Jahr wurde Herta Müller für ihr schriftstellerisches Schaffen ausgezeichnet.

Die Fußstapfen, in die sie damit tritt, sind ebenso groß wie männlich: Denn nach Heinrich Böll (1972) und Günter Grass (1999) ist Müller die erste Frau, die die höchste literarische Auszeichnung der Welt zugesprochen bekommen hat.

Das schwedische Nobelpreiskomitee erklärte, Herta Müller habe "mittels Verdichtung der Poesie und Sachlichkeit der Prosa Landschaften der Heimatlosigkeit" gezeichnet; der Literatur-Nobelpreis ist mit umgerechnet gut einer Million Euro dotiert.

Herta Müllers aktueller Roman "Atemschaukel" ist im August dieses Jahres erschienen und bereits für den Deutschen Buchpreis nominiert.

gsc