Germany's Next Topmodel, Folge 2
© Getty Images Germany's Next Topmodel, Folge 2

Heidi Klum - Germany's Next Topmodel Folge 2: Massencasting in München

Auch beim zweiten Massencasting der vierten "GNTM"-Staffel pilgerten über 1.000 Mädchen zu Heidi Klum und ihren Kollegen, um sich als "Germany's Next Model" zu bewerben

Das Massencasting der vierten Staffel von " Germany's Next Topmodel " ging in München in seine zweite Runde. Nachdem Heidi Klum und ihre Kollegen bereits beim Staffelauftakt in Düsseldorf überwältigt vom weiblichen Andrang waren, toppte das Casting in München die Vorwoche sogar noch: 1.376 Mädchen warteten im Foyer des "Internationalen Congress Centers" auf ihre fünf Minuten Ruhm.

Im Akkord liefen die Kandidatinnen dann für Heidi, Peyman und Rolf über den Laufsteg - und viele wollten mit dem Posen gar nicht mehr aufhören. Immer wieder kam es zu Massenkarambolagen, weil nachfolgende Damen auf Dauerposerinnen aufliefen. "Größenwahn? Ja, würd' ich so sagen", kommentierte Rolf Scheider entgeistert die Auftritte einiger Mädchen. Heidi Klum lästerte derweil über die "Zinnsoldaten" und "Schlafwandlerinnen", die ihre Geduld auf die Probe stellten. Dennoch gelang es dem Trio, zunächst 85 Mädchen aus dem gigantischen Pulk herauszufischen; sie durften sich im "Recall" noch einmal auf dem Laufsteg präsentieren.

Germany's Next Topmodel, Folge 2: Massencasting in München
© Getty ImagesGermany's Next Topmodel: In München ging das Massencasting weiter

Schnell wurde klar: Weiter kommt nicht, wer das meiste Modelpotenzial mitbringt, sondern schlicht, wer die sich am willigsten auf die zum Teil hochpeinlichen Spielchen der Jury einließ: Halbbrasilianerin Anna etwa wurde genötigt, mit Rolf Scheider einen hüftenkreisenden Engtanz zu absolvieren - obwohl sie beteuert hatte, von Samba keine Ahnung zu haben. "Das hatte mit Samba nicht viel zu tun, sondern war eher Lambada", witzelte Peyman Amin. Doch Rolfs Bein zwischen ihren Schenkeln zu ertragen, machte sich für Anna bezahlt: Sie zog gemeinsam mit 44 weiteren Mädchen in die nächste Runde ein.

Unter ihnen fand sich auch Olivia, die vor allem mit sinnentleerten Endlosmonologen, Haarverlängerung und künstlicher Oberweite auf sich aufmerksam machte. Modelqualitäten wurden ihr von Heidi zwar von Beginn an abgesprochen, statt dessen bekam sie den Spitznamen "brünette Pamela Anderson". Dennoch bestand sie im Leopardenbadeanzug mit Strasssteinchen sogar die Bikinirunde, zog in die Runde der besten 25 ein. Da hatte die dunkelhäutige Sara schon mehr Probleme: "Treibst du Sport?", fragte Heidi sie spitz. Dass die Antwort "Nein" lauten würde, ahnte der Zuschauer da bereits. Tja, "Der Bikini-Walk bringt die Wahrheit ans Licht", hatte Rolf im Vorfeld bereits treffend orakelt.

Nach einem abschließenden Fotoshooting für die GALA standen schließlich die finalen 15 Mädchen fest- darunter überraschend auch Sportmuffel Sara und die schräge Olivia. Was durch die zweite Folge überdeutlich wurde: Gesucht werden bei "Germany's Next Topmodel" mehr denn je auffällige Persönlichkeiten - keine echten Nachwuchsmodels. Zudem scheinen Heidi Klum, Peyman Amin und auch Rolf Scheider das Format zunehmend dazu zu nutzen, sich selbst zu profilieren: Heidi jodelt, Peyman setzt gegenüber den Kanidatinnen auf zwanghaftes Flirten. Und Rolf liebt offensichtlich intensiven Körperkontakt: Vergangene Woche küsste er eine der "Germany's Next Topmodel"-Kandidatinnen, in dieser Folge überraschte er mit lasziven Tanzeinlagen - das kann ja noch heiter werden ...