Hardy Krüger jr. Immer auf der Pirsch

Schauspieler Hardy Krüger jr. lockt junge Zuschauer ins "Forsthaus Falkenau"

Seit 20 Jahren

durchstreift der Förster aus Küblach - in wechselnder Besetzung - sein Revier, doch so knackig wie Hardy Krüger jr. zog noch keiner durchs Gehölz. Gerade startete die neue Staffel der ZDF-Serie "Forsthaus Falkenau" (freitags, 19.25 Uhr). Gala sprach mit dem Hauptdarsteller über seine Liebe zur Natur - und seinen wichtigsten Berater.

Familienbande: Vater Hardy Krüger, Anita Krüger, Ehefrau Katrin und Hardy Krüger Jr.
© WireImage.comFamilienbande: Vater Hardy Krüger, Anita Krüger, Ehefrau Katrin und Hardy Krüger Jr.

Als Fernseh-Förster haben Sie ständig mit Tieren zu tun. Mögen Sie Tiere überhaupt?
Und ob! Ich bin ja in Afrika aufgewachsen. (Seine Familie zog nach seiner Geburt auf eine Farm in Tansania; d. Red.) Dort hatte ich ständig Tiere um mich, etwa einen Elefanten und einen Gepard. Heute habe ich zwei Hunde.

In Ihrer Rolle als Stefan Leitner kümmern Sie sich um alles und jeden. Sind Sie privat auch so?
Viele sagen tatsächlich, ich sei zu gutmütig. Aber ich sehe das nicht so - ich kann auch mal auf den Tisch hauen. Und als Stefan Leitner bin ich ebenfalls nicht nur Gutmensch. Die heile Welt des Försters ist durchaus bedroht.

Könnte er auch mal eine Affäre haben?
Ja, klar. Er muss sich irgendwann sowieso zwischen zwei Frauen entscheiden. Mehr darf ich aber nicht verraten.

Wie findet es Ihr Vater, dass Sie Held einer TV-Serie sind?
Er ist sehr glücklich darüber, dass die Serie so erfolgreich läuft. Im Vorfeld habe ich viel mit ihm über das Projekt gesprochen, er hat mir dann bei der Entscheidung sehr geholfen. Ich habe ziemlich lange gebraucht, bis ich mir sicher war, dass ich die Rolle spielen wollte.

Ist es eher Ansporn oder Belastung, einen berühmten Vater zu haben?
Am Anfang war es schon belastend, weil man sich keine Fehler erlauben darf. Und weil solch ein Name natürlich wie eine Lupe wirkt.

Was ist der beste Rat, den er Ihnen mit auf den Weg gegeben hat?
Lass dich nicht über den Tisch ziehen, bleib immer wach und auf der Hut! Er hat gesagt: Du musst deine eigenen Entscheidungen treffen, deine eigenen Fehler machen.

Glauben Sie, dass Sie es genauso weit bringen wie er?
Das wohl nicht. Weil es die Filmwelt, in der er groß geworden ist, nicht mehr gibt. Heute warten Amerikaner nicht mehr auf einen Schauspieler aus Deutschland wie damals auf meinen Vater. Ich werde meine Karriere irgendwann sicher erfolgreich beenden. Nur eben anders als mein Vater.