Germany's next Topmodel, Folge 5
© Getty Images Germany's next Topmodel, Folge 5

Germany's Next Topmodel - Heidi Klum Folge 5: Außen hui, innen pfui

In ihrer zweiten Woche in L.A. stand für die verbliebenen 14 "Germany's Next Topmodel"- Kandidatinnen das große Umstyling an - und das sorgte für mächtig Wirbel

Für die verbliebenen 14 Mädchen brach in der fünften Folge von "Germany's Next Topmodel" die zweite Woche in Los Angeles an. Hauptprogrammpunkt: Das sagenumwitterte Umstyling, das bereits in den vergangenen Staffeln für Tränen und Wutanfälle gesorgt hatte.

Überraschenderweise ließ ein Großteil der Kandidatinnen die Prozedur ohne Murren über sich ergehen - vielleicht weil sie sich ihrer bislang eher farblosen Erscheinung bewusst waren. Doch eine sorgte dafür für soviel Drama, dass es für alle zusammen gereicht hätte: Larissa. Das selbstbetitelte "Landei" musste bereits im Vorfeld ihrer Wahl zu "Austria's Next Topmodel" einige Zentimeter seiner naturblonden Haarpracht lassen - ein echtes "Trauma" für sie. Dementsprechend ausgeprägt war die Hysterie, als man ihr nun erneut mit Schere und Farbe zuleibe rücken wollte. "Ich will wissen, was ihr mit mir vorhabt. Ich bin doch keine Puppe!", tobte die 16-Jährige.

Heidi Klum blieb gelassen: "Ich verstehe nicht, warum für dich ne Extrawurst gemacht werden muss." Was folgte, war ein Ultimatum: Entweder eine neue Frisur oder der nächste Flieger zurück ins alte Leben. Larissa ging, um wenige Minuten später geläutert auf den Frisierstuhl zurückzukehren. Viel Wind um nichts, denn es fielen letztlich nur wenige Zentimeter Haar. Und so kam der Österreicherin ihre Entschuldigung vor der Jury auch verhältnismäßig leicht über die Lippen - Schadensbegrenzung war schließlich nötig: "Das war nicht das Verhalten eines Topmodels."

Krasse Veränderungen gab es hingegen für Tamara, die sich von ihrem kinnlangen wasserstoffblonden Haar zugunsten eines brünetten Raspelschnittes trennte. Konkurrentin Maria bekam einen leuchtend roten Topfschnitt verpasst und trug den ersten Schreck erfrischend professionell mit Fassung.

Gar nicht modellike gab sich dagegen Topmodel-Querulantin Tessa beim Fotoshooting an der Strickleiter eines imaginären Heißluftballons. Barfüßig und in langen Roben sollten die Mädchen in die Höhe klettern und posieren. Doch Tessa entblößte Füße des Grauens: Ungepflegte XL-Nägel unter abblätterndem schwarzen Nagellack ließen Heidi fast die Augen überquellen. Und auf der Leiter wirkte die Bergmeier nicht nur aufgrund ihrer wilden Posen wie ein durchgeknallter Kobold - ihre schwarzen Fußsohlen taten ihr übriges. Mit der verhältnismäßig milden Klum-Kritik konnte sie einmal mehr überhaupt nicht umgehen, fühlte sich unfair behandelt und war um keine Ausrede verlegen. Noch während sie in der Luft schwebte, kullerten die Tränen: "Ich habe schwarze Füße, das tut mir sehr weh", lamentierte sie. "ich bin ein sehr emotionaler Mensch."

Als noch am gleichen Tag der Umzug in die Modelvilla der letzten Staffel anstand, war Tessa aber wieder ganz die Alte, brüllte ihre Begeisterung am lautesten heraus und wälzte sich schließlich wie von Sinnen auf einem weißen Flokati.

Bei der nächsten Challenge fielen dann glücklicherweise endlich einmal einige ihrer Konkurrentinnen negativ auf. Beim eigenständigen Einkleiden machten Kandidatinnen wie Stefanie und Sarina keinen Halt vor den Grenzen des guten Geschmacks. "Steffi in ihrem lila Kleid sah aus wie eine Blutwurst", kommentierte Rolf den Stoff des Grauens.

Dennoch: Am Ende kam die Blutwurst weiter, denn selbst sie zeigte sich immer noch um Längen geschmackvoller als Tessa Bergmeier. Die war so sauer über das negative Urteil der Jury, dass sie einem der anwesenden Fotografen kurzerhand den Stinkefinger zeigte. Ein absolutes No-Go, das die Jury entsetzte und Tessas Ausscheiden bei "Germany's Next Tomodel" besiegelte. Ab der kommenden Woche ruhen nun also unsere Augen und Ohren auf Larissa - von der sagte Tessa schließlich bezeichnenderweise, sie erkenne oft sich selbst in ihr wieder ...