Germany's Next Topmodel Folge 8: Sprung ins kalte Wasser

Nachdem es in der vergangenen Woche eher beschaulich zuging, drehten die "Germany's Next Topmodel"-Kandidatinnen in Folge 8 kräftig auf - vor allem verbal

Nachdem die vergangene Episode von "Germany's Next Topmodel" zwar nichts für Warmduscher, im Großen und Ganzen aber dennoch reichlich unspektakulär war, drehten die verbliebenen zehn Kandidatinnen in Folge acht ordentlich auf. Grenzen überwinden, lautete das Motto - und das sowohl in körperlicher als auch verbaler Hinsicht.

Als große Herausforderung erwartete die Mädchen ein Ausflug nach Catalina Island, eine felsige Insel etwa 30 Kilometer vor der Küste von Los Angeles: Beim Unterwassershooting sollte sich nicht nur zeigen, wer den längsten Atem hat, sondern auch, wer seine Ängste überwinden kann. Bereits nach dem Tauchtraining im Pool der Topmodelvilla stand für Kandidatin Sara fest: "Das wird schon gefährlich ..." Und für Maria war "Unterwasser (...) das, wovor ich am meisten Angst hatte." Österreichs Topmodel Larissa hingegen sprang beherzt in den Pool und überzeugte Tauchlehrer und Fotografen schnell von ihren Qualitäten. Zu verlieren hat sie längst nichts mehr - zumindest keinen Ruf. "Ich glaub, die denken, ich bin 'ne Irre aus Österreich", stellte sie fest und traf damit voll ins Schwarze.

Das malten ihre Mitstreiterinnen derweil lieber an die Wand: Wir werden alle den Kältetod sterben, so die einhellige Meinung angesichts der bevorstehenden Herausforderung. Heidi Klum gab sich da zuversichtlicher: Während ihre Topmodel-Zöglinge bibbernd auf offener See vor Catalina Island dümpelten, kam sie in einem Boot mit Unterwasserpanoramascheiben herangebraust, summte fröhlich "Yellow Submarine" und wünschte den Mädchen "viel Spaß". Und obwohl das algendurchzogene Wasser nicht gerade Lust auf Meer machte, überwanden sich tatsächlich zehn Kandidatinnen und bescherten dem Fotografen eindrucksvolle Unterwassermotive.

Der gute Eindruck währte jedoch nicht lange, denn für Larissa, Mandy, Maria und ihre Mitstreiterinnen ging die Reise weiter nach Miami - und direkt aufs Footballfeld. Dort wartete der mehr oder minder männliche Teil der "GNTM"-Jury in entsprechenden Sportoutfits auf die Mädchen. Zwischen Peyman und Rolf posierte zu allem Überfluss auch noch das Maskottchen der Footballmannschaft "Miami Dolphins" - ein armer Mensch im Meeressäugerkostüm. Ein derartiger Auftritt blieb den Kandidatinnen zwar erspart, dafür mussten sie sich in winzige Cheerleader-Kostüme zwängen und in weißen Stiefeln eine Choreografie einstudieren. Inwiefern sie sich durch diese offenkundige Fleischbeschau und Zuschauerbelustigung als Topmodels beweisen sollten, erschloss sich nicht.

Zumindest die Cheerleader-Mentalität ging rasch auf die Mädchen über: Es gab akuten Zickenalarm! Niemand wollte mit Außenseiterin Larissa ein Doppelzimmer im Hotel teilen; als sie sich krank fühlte, kommentierte Konkurrentin Jessica bloß: "Keine Ahnung, was mit ihr ist. Diese Frau geht mir links und rechts am Arsch vorbei." Pro Forma ermahnte Peyman die Furien: "Es geht darum, 'Germany's Next Topmodel' zu werden und nicht 'Germany's Next Mobmaster'!" Trotzdem gelang es einzig Maria, die geforderte Professionalität an den Tag zu legen - sie wurde mit einem Job für "Apollo Optik" belohnt.

"See you later, aligator!" Maria geht mit einem Mini-Kroko auf Tuchfühlung
© PR"See you later, aligator!" Maria geht mit einem Mini-Kroko auf Tuchfühlung

Und der war dann erneut ein Naturereignis, denn Maria musste beim Kampagnenshooting mit lebenden Aligatoren auf Tuchfühlung gehen und dabei ganz cool die Sonnenbrillen von "Vogue Eyewear" " präsentieren. Sie trat damit in die Fußstapfen von Supermodel Gisele Bundchen und bewies einmal mehr, dass sie zu den klaren Favoritinnen im Rennen um den Titel "Germany's Next Topmodel" gehört. Doch auch die Mobmodels Ira und Jessica, die sich eher durch verbale Entgleisungen als berufliche Grazie hervortaten, bleiben dem Zuschauer weiterhin erhalten - die Jury um Modelmutter Heidi Klum entschied sich für Quoten statt Qualität und nahm alle zehn Mädchen mit in die kommende Woche.