Germany's Next Topmodel Folge 7: Langeweile in Los Angeles

Wie schon die sechste Folge von "Germany's Next Topmodel" war auch die siebte Sendung unspektakulär

In der siebten Folge von "Germany's Next Topmodel" gab es viel Gänsehaut: Die besten zwölf Kandidatinnen sollten ihre Topmodel-Qualitäten bei einem "Wet-Shooting" unter Beweis stellen: Nur mit Unterwäsche bekleidet posierten die Mädchen nachts auf einer Straßenkreuzung in Los Angeles. Dazu kam noch eiskalter Kunstregen - Sexyness und verführerische Blicke wurden von den bibbernden Mädchen gefordert. Vor acht Monaten musste Heidi Klum selbst für Starfotograf John Rankin in Unterwäsche und eisigem Regen gut aussehen.

Und sie wurden nicht müde, dies ständig zu erwähnen: "Stellt euch nicht so an, ich musste nicht zehn Minuten sondern Stunden in der Kälte stehen", wiederholte Heidi penetrant. Auch um für die passende Musik war gesorgt: Vermarktungsgenie Heidi ließ in der regnerischen Nacht den Song "Rain" von Ehemann Seal laufen. Steffi konnte sich weder durch Seals Gesang motivieren noch von der Tatsache, dass sie die Chance hatte, mit einem der weltbesten Fotografen zu arbeiten. Ihre Lustlosigkeit verbarg sie nicht einmal, John Rankin übte harsche Kritik: "Du hast die schlechteste Einstellung von allen. Wenn du dein Verhalten nicht änderst, wirst du nie ein großes Model werden, nie!"

Beim Casting für einen luftig leichten Schoko-Joghurt-Riegel schockte Maria den Kunden mit ihrer knallroten Helmfrisur: Ihr gab man nicht einmal die Chance sich vorzustellen und ehe sie sich versah, wurde sie auch schon wieder rausgeschickt - man war entsetzt über die "rote Karnevalsperücke". Heidi Klum, die auch gerne in ihrer Heimat Bergisch-Gladbach Karneval feiert, hielt an Marias Frisur fest: Schnitt und Farbe seien "was total Modernes", das verstehe nun mal nicht jeder.

Natürlich war es Marie, die den rosa Schokoriegel-Werbevertrag bekam. Jessica zickte gegen die Konkurrentin: "Bei den Castings kann sie eigentlich gleich alleine reingehen. Sie kriegt doch eh immer alles. Dabei gibt es andere interessante Mädchen hier. Ich kann das nicht nachvollziehen." Zwischendurch schlich sich das Gefühl ein, nicht Marie, sondern Heidi hätte sich den Job angeln wollen: "Wenn ich die Möglichkeit gehabt hätte, hätte ich auch gerne einen Riegel gegessen", sagte die Model-Mutter. Larissas Topmodel-Welt war alles andere als rosa und luftig-leicht: Sie musste unter den Sprücheklopfern Peyman ("Du läufst wie Chuck Norris aufm Weg zum Standesamt") und Rolf ("Du hüpfst als würde der Frosch vor der Schlange weg springen") leiden. Trotzdem bekam sie noch eine Chance und hüpfte in die nächste Runde.

Um die Spannung zu halten, wurde ordentlich an der eigentlich perfekten Marie herumgemeckert: "Um Topmodel zu werden, musst du in allen Bereichen gut sein, sehr gut sogar. Und das bist du nicht", wurde sie von Heidi kritisiert. Weiter fehle ihr "das gewisse Etwas" monierte Peyman Amin. Aber natürlich kam die 20-Jährige eine Runde weiter. Aline und Tamara wurden von Heidi und ihrer Truppe nach Hause geschickt. Ihnen fehlte nicht nur "das gewisse Etwas" um "Germany's Next Topmodel" zu werden sondern zudem Ausstrahlung und Ausdruckskraft.

Jana Andres