Germany's Next Topmodel
© ProSieben/Tom Concordia Germany's Next Topmodel

Germany's Next Topmodel - Exklusiv Jetzt wird's ernst

Welches Nachwuchsmodel kann Heidi Klum überzeugen? Gala traf die sieben verbliebenen Laufsteg-Schönheiten

"Klar, die Stimmung ist manchmal gereizt", sagt Ira. Und Maria bestätigt: "Jetzt, wo es auf die Zielgerade zugeht, nimmt man natürlich vieles verbissener." Die verbliebenen Kandidatinnen von Heidi Klums TV-Show "Germany's Next Top­model" sitzen auf Holzbänken in einem gro­ßen Zelt, hinter ihnen der Garderobenbereich, links ein Buffett mit Aufschnitt.

Die TV-Models auf Blitzbesuch in Düssel­dorf dürfen gleich für C&A auf den Laufsteg. Marie blättert in einem Liebesroman, während Sarina darüber grübelt, dass sie in der Sendung irgendwie falsch rüberkommt: "Ich bin die totale Heulsuse im Fernsehen. Außer­dem wirke ich voll naiv - so dumm bin ich nun auch nicht." Was das häufige Weinen angeht, könne sie aber leider nichts ändern: "Bei den Entscheidungen haut es mich immer wieder um."

Der Stress wächst, keine Frage. Gerade mal sieben Mädchen sind übrig, und auch diese Woche wird Heidi Klum, 35, einer von ihnen mitteilen: "Ich habe heute leider kein Foto für dich" - eine charmante Umschreibung für: "Das Spiel ist vorbei, du kannst nach Hause fahren!" "Es ist heftig zu wissen: Jede Woche fliegt eine raus", sagt Marie. Dass es nur eine geben würde, wussten die Mädchen zwar von der ersten Folge an.

Doch am Anfang waren sie noch Teil einer riesigen Menge von Kandidatinnen, die Chance auf den Jackpot schien in weiter Ferne. Heute, im kleineren Kreis und kurz vor dem Ziel, ist die Angst vor dem Rauswurf ungleich größer. Mandy, Sara, Marie, Maria, Ira, Sarina und Jessica: Die Er­wähnung ihrer Vornamen genügt, um Diskus­sionen auszulösen. Sie sind Stars geworden, über sie wird gesprochen – auf Schul­höfen, in der Uni-Mensa, auf Cocktailpartys und an Stammtischen.

Ausgerechnet jetzt will keine gehen, und schon Kleinigkeiten lösen Streit aus. Ira berichtet: "Privatsphäre ist ein großes Thema bei uns. Logisch, wir teilen uns die Zimmer, da bleibt einem kaum Zeit, sich mal zurückzuziehen. In so einer Situation ist es doch auch ganz normal, dass es zu Stimmungsschwankungen kommt und man etwas zickiger reagiert als nötig." In gut einem Monat wird "Germany's Next Topmodel" gekürt, und bis dahin werden die Mädchen alles geben, um Gesprächs­thema zu bleiben.

Diese Woche ist in der Sendung zu se­hen, wie sie sich bei einem Fototermin als Rockstars inszenieren. Sie treffen auf die Rocker Benji und Joel Madden von Good Charlotte und sollen einfach mal so richtig ausrasten. Vor der Kamera machte Kandidatin Sara deshalb Luft­sprünge - und zwar auf High Heels. Sie findet: "Das war schon etwas gefährlich, aber wenn man wirklich in die Rolle reinschlüpfen will, dann muss man das in Kauf nehmen. Daran denke ich nicht während des Shootings, sondern eher hinterher." Es gilt schließlich, Punkte zu sammeln bei Heidi Klum und ihrer Jury. Entsprechend ärgert sich Marie über ihre Leistung: "Ich war wohl einfach zu hektisch. Heidi war deswegen unzufrieden und hat mir meinen Auftritt nicht abgekauft. Sie meinte, dass mein Rumgehüpfe nach Aerobic-Übungen ausgesehen hätte."

Bei ihrem Auftritt in Düsseldorf sitzen die Mädchen trotz Konkurrenzdruck zusammen. Marie sagt, sie sei glücklich darüber, dass ihre besten Freundinnen in der Gruppe - Mandy, Sara und Maria - immer noch dabei wären. Und Maria behauptet sogar, dass es in der Gruppe alles in allem inzwischen sogar relativ ruhig geworden sei: Weniger Mädchen finden einfach weniger Gründe, sich zu streiten.

Nebenher aber machen die glorreichen Sieben sich schon Gedanken, wie es nach der Sendung weitergehen soll. Ideal, da sind sie sich einig, wäre eine Karriere à la Klum. Realistisch betrachtet müsse man aber einfach sehen, dass jedes Mädchen anders sei. Sarina zum Beispiel sei vor jedem Gang über den Catwalk "voll aufgeregt", während Sara sich auf den Auftritt freut: "Das Gefühl, kurz bevor man rausgeht, die Scheinwerfer, alle Blicke im Publikum auf einen gerichtet - das ist einfach Wahnsinn." Dem kann Mandy nur beipflichten: "Ich fühle mich auf dem Laufsteg einfach sauwohl, das ist mein Element. Die Arbeit als Model macht mir fünfmal mehr Spaß, als ich vorher gedacht hätte." Sagt es - und läuft Rich­tung Catwalk. Showtime!