Germany's Next Topmodel

Folge 2: Dumm gelaufen

Bei einem Trip nach Berlin trennten Heidi Klum, Kristian Schuller und "Q" Ladraa mit perfiden Challenges die Model-Spreu vom Weizen: Ein Bikini-Walk im ICE und ein Shooting bei Madame Tussauds brachten so manches Mädchen an seine Grenze

Heidi Klum

Die zweite Folge "Germany's Next Topmodel" führte die Kandidatinnen nach - ganz glamourös im ICE. Und den nutzten und ihre Co-Juroren dann auch gleich für eine erste Challenge: Einen Livewalk im Bikini und natürlich während der Fahrt.

Für zwei Kandidatinnen wurde bereits diese Prüfung zum sprichwörtlichen Stolperstein: Sie taumelten derart verkrampft durchs Abteil, das Heidi sie schon vor die Zugtür setzte, ehe die von ihr angekündigte "Modemetropole" überhaupt erreicht war. Dumm gelaufen, sagt man da wohl.

Trotz der blamablen Auftritte einger Mädchen gab sich Mama Klum vorerst zufrieden: "Im Positiven ist uns aufgefallen, dass wir viele tolle Körper haben dieses Jahr!" Dass aber nicht jeder tolle Körper auch von einem pfiffigen Köpchen gekrönt wird, sollte sich spätestens bei der zweiten Prüfung der Kandidatinnen herausstellen: Nach einer kurzen Nacht in Vierbettzimmern begrüßte Heidi ihre Schützlinge per Videobotschaft, kündigte "ein meet and greet mit Johnny und " an.

Und natürlich stürmten die Mädchen euphorisch aus dem Hotel in dem festen Glauben, und zu treffen. Klar, die zwei Superstars warten schließlich schon ihr ganzes Leben auf ein Fotoshooting mit No-Name-Models aus Oer-Erkenschwick.

Die Enttäuschung folgte daher auf dem Fuße - ging es doch bloß ins Wachsfigurenkabinett von . "Blöd, nä? wir haben uns alle so gefreut ...", brachte ein Mädchen die Stimmung auf den Punkt. Stimmt, wirklich blöd.

Germany's Next Topmodel

Heidi Klum und ihre Mädchen

Staffel 11  Kaum sind die Castings in Deutschland vorbei, da wird schon wieder geshootet, was das Zeug hält. Hinter der Kamera gibt Heidi Klum ihren in neonpink gekleideten Models Tipps. Der Spaß kommt dabei natürlich nicht zu kurz.
Ganz der Profi: Mit einem prüfenden Blick checkt Heidi Klum die Foto-Resultate ihrer Mädchen. So richtig warm scheint es in Los Angeles jedoch nicht zu sein. Das Topmodel muss sich mit einem flauschigen Mantel warmhalten.
Doch nicht nur hinter der Kamera hält sich Heidi auf. Sie erklärt auch direkt am Shooting-Set, wie man am allerbesten posiert. Sie weiß es ja schließlich.
Das offizielle Jury-Foto ist da: Gemeinsam mit Thomas Hayo und Designer Michael Michalsky sucht Heidi Klum "Germany's Next Topmodel" 2016.

118

Und irgendwie wurde man dann als Zuschauer das Gefühl nicht los, dass viele Mädchen nicht wirklich verstanden hatten, was Heidi bei dieser Challenge von ihnen erwartete. Zwar hatte die 36-Jährige explizit gefordert: "Überlegt euch was - nur seid nicht steif!" Dennoch dachten viele Teilnehmerinnen offenbar, es ginge um eine Art Wachspuppenwettkampf: Wer kann lebloser in die Kamera stieren, Johnny oder ich?

Am ungeschicktesten stellte sich die 17-jährige Lena an. Zwar wiederholte sie stumpfsinnig ihr Mantra "Yeah-das-ist-so-super-hier, das-macht-so-Spaß ...", brachte dabei aber weder ein Lächeln noch irgendeine brauchbare Pose zustande. "Die Lena hatte mit allem Probleme", resümierte Heidi kopfschüttelnd. Die 17-Jährige selbst, nicht ganz so helle, war sich da nicht ganz so sicher: "Ich weiß nicht ... Versagen ... Ob man das so nennt?"

Ihre Konkurrentin Anna, amtierende Miss Russland, sah indes bei Madame Tussauds ihre große Stunde als Schauspielerin gekommen: "Ich hab schon ein bisschen experience mit Schauspiel", verkündete sie stolz. Wenn es bei "" nicht klappt, plant sie deshalb direkt den Durchbruch in Hollywood: "Also ein Oscar wäre schon schön, aber ich weiß nicht, ob ich so weit komme."

Gut, dass Designerin von diesen Sternstunden geistigen Dünnsinns nichts mitbekam, ansonsten hätte die Designerin vermutlich schlaflose Nächte angesichts ihrer Zusage gehabt, alle "GNTM"-Kandidatinnen für sich bei der Fashion Week Berlin laufen zu lassen.

Doch bei der Präsentation ihrer Winterkollektion in der Temporären Kunsthalle Berlin konnten die "vielen tollen Körper" dann auch ohne viel Köpfchen punkten. Obwohl sich bei den Proben noch dramatische Szenen abspielten (Hanna kam nicht in ihre stylishen Bronx-Highheels und reagierte auf diesen Schicksalsschlag angemessen - mit einem Heulkrampf), lief am Ende alles glatt, das Catwalktraining mit Heidi und dem Lauftrainer Oké Wambu machte sich bezahlt. "Keines der Mädchen ist von der Bühne gefallen", freute sich Anja Gockel nach der Show. Der einen oder anderen hätte man das allerdings gegönnt ...

Am Ende mussten von den vielen heißen Anwärterinnen nur vier die Show verlassen. Annas Hollywoodkarriere hat indes noch ein bisschen zu warten, sie kam ebenso weiter wie die daueraufgelöste Hanna und Wachspuppendouble Lena. Vielleicht erwacht sie ja in der dritten Folge "GNTM" zum Leben:

Dann lässt Heidi Klum nämlich am Münchener Flughafen Pauline Afaja zu ihren Konkurrentinnen stoßen: Die 19-Jährige bekam bei "Wetten, dass ..?" von Heidi höchstpersönlich eine Wildcard für die Casting-Show - wenn das nicht Neid und Missgunst verspricht ...

Star-News der Woche