Things we lost in the fire
© Paramount Things we lost in the fire

DVD-Tipp "Things We Lost in the Fire"

Halle Berry und Benicio del Toro in einem gefühlvollen Drama über Verlust und den Mut, den es braucht, wieder neue Lebensfreude zu fassen

Benicio del Toro in "Things we lost in the fire"
© ParamountBenicio del Toro in "Things we lost in the fire"

Story

Für Audrey (Halle Berry) bricht eine Welt zusammen, als ihr Mann Brian (David Duchovny) auf offener Straße erschossen wird. Audrey bleibt allein mit den zwei Kindern zurück und erstarrt in ihrer Trauer. Aus dem Impuls heraus, etwas Gutes zu tun, bittet sie Brians Kindheitsfreund Jerry (Benicio del Toro), bei ihr einzuziehen. Das ist umso überraschender, da sie die Freundschaft der Männer nie akzeptiert und Jerry gehasst hat. Schwer heroinabhängig hat dieser vor Jahren sein gutsituiertes Anwaltleben gegen das eines heruntergekommenen Junkies getauscht.

Das ungleiche Paar freundet sich an und beide scheinen Halt in dem Anderen zu finden. Auch die Kinder akzeptieren Jerry schnell als neuen Mann im Haus. Für Tochter Harper (Alexis Llewellyn) wird Jerry zum Basketball-Kumpel, für ihren kleinen Bruder Dory (Micah Berry) zum echten Vaterersatz. Das wird für ihre trauernde Mutter unerträglich und sie trifft eine folgenschwere Entscheidung.

Stars

Halle Berry überzeugt nicht jeden mit ihren Schauspielqualitäten. Ob "Goldene Himbeere" oder Oscar: Sie hat schon alles bekommen. Halles Schönheit ist in jedem ihrer Filme Fluch und Segen. So auch in diesem Drama. Zwar wirkt die Darstellung der 42-Jährigen manchmal etwas steif, trotzdem ist es ein Genuss sie anzusehen. Benicio del Toro hat sein Können schon in Filmen wie "Sin City" und "Die üblichen Verdächtigen" gezeigt. In diesem Film fesselt er vor allem mit seiner Mimik. Mit einem einzigen Augenaufschlag kann Benicio des Toro so viel Verzweiflung ausdrücken wie es Halle Berry mit gesamten Körpereinsatz nur an einigen Stellen gelingt.

Fazit

"Things We Lost in the Fire" ist ein filmisch sehr schön umgesetztes Drama über Verlust, Verzweiflung und den Mut, den es braucht, um neue Lebensfreude zu schöpfen. Benicio del Toro brilliert in der Rolle des intelligenten, aber kaputten Kindheitsfreunds und spielt Halle Berry in vielen Szenen schlicht an die Wand. Ein schöner, ruhiger Film, der zwar ein paar Ungereimtheiten und Längen aufweist, aber nichts desto trotz fesselt und berührt.

Video