Deutscher Fernsehpreis Gute Stimmung und schlechte Quoten

Der "Deutsche Fernsehpreis 2009" war eine gelungene Veranstaltung, nicht zuletzt durch Anke Engelke und Bastian Pastewka, die als Volksmusiksänger auftraten. Trotzdem: Die Quoten konnten nicht überzeugen

Marcel Reich-Ranicki hätte wahrscheinlich über Anke Engelke und Bastian Pastewka, die als Volksmusik-Duo Anneliese und Wolfgang durch den Abend führten, nicht lachen können. Die Gäste der "Fernsehpreis"-Verleihung hatten jedoch eine Menge Spaß: Gleich am Anfang der Veranstaltung eröffneten Anneliese und Wolfgang den Abend mit einem urkomischen Medley.

Die Zuschauer zu Hause schienen jedoch kein großes Interesse an der Veranstaltung zu haben. Die Quoten waren so schlecht wie noch nie zuvor. Während 2008 noch 4, 37 einschalteten, wollten dieses Jahr nur 1,34 Millionen Zuschauer den "Fernsehpreis" verfolgen, wie "meedia.de" schreibt.

Trotzdem war die Stimmung im Coloneum gut. Preisträger Thomas Gottschalk bedankte sich für seine Auszeichnung in lispelnder Reich-Ranicki-Manier: "Dieser Preis wird eine Katastrophe für mich, aber hätte ich ihn nicht bekommen, wäre die Katastrophe noch größer", so der Showmaster. Er setzte sich mit "Wetten, dass..?" gegen "Schlag den Raab" und "Willkommen bei Mario Barth" durch.

Über den Preis für die beste männliche Hauptrolle durfte sich der österreichische Schauspieler Josef Hader freuen, er wurde für seine Rolle im Film "Ein halbes Leben" ausgezeichnet. Senta Berger bekam den "Deutschen Fernsehpreis" für ihre Rolle in dem "ARD"-Streifen "Schlaflos" und konnte sich damit gegen ihre Konkurrentinnen Anja Kling und Gisela Schneeberger durchsetzen.

In Anspielung auf den Reich-Ranicki-Eklat im letzten Jahr, bedankte sich Moderator Alfred Biolek für seine Auszeichnung: "Verehrter Marcel Reich-Ranicki, ich bitte um Verständnis - ich nehme diesen Preis an", verkündete der 75-jährige.

Alle Gewinner des "Deutschen Fernsehpreises" sind auf der nächsten Seite aufgelistet.

jan

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