Deutscher Fernsehpreis

Gute Stimmung und schlechte Quoten

Der "Deutsche Fernsehpreis 2009" war eine gelungene Veranstaltung, nicht zuletzt durch Anke Engelke und Bastian Pastewka, die als Volksmusiksänger auftraten. Trotzdem: Die Quoten konnten nicht überzeugen

Marcel Reich-Ranicki hätte wahrscheinlich über Anke Engelke und Bastian Pastewka, die als Volksmusik-Duo Anneliese und Wolfgang durch den Abend führten, nicht lachen können. Die Gäste der "Fernsehpreis"-Verleihung hatten jedoch eine Menge Spaß: Gleich am Anfang der Veranstaltung eröffneten Anneliese und Wolfgang den Abend mit einem urkomischen Medley.

Die Zuschauer zu Hause schienen jedoch kein großes Interesse an der Veranstaltung zu haben. Die Quoten waren so schlecht wie noch nie zuvor. Während 2008 noch 4, 37 einschalteten, wollten dieses Jahr nur 1,34 Millionen Zuschauer den "Fernsehpreis" verfolgen, wie "meedia.de" schreibt.

Preisverleihung

"Deutscher Fernsehpreis 2009"

Die drei Damen machen zusammen gute und schlechte Zeiten durch: Ulrike Frank, Susan Sideropoulos und Nina Bott
Hannelore Elsner und Friedrich von Thun haben viel Spaß am Abend.
Verliebt schmiegt sich Barbara Wussow an ihren Mann Albert Fortell.
Gut gelaunt feiern Ulrike von der Groeben und Peter Kloeppel den gelungenen Abschluss der Veranstaltung.

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Trotzdem war die Stimmung im Coloneum gut. Preisträger Thomas Gottschalk bedankte sich für seine Auszeichnung in lispelnder Reich-Ranicki-Manier: "Dieser Preis wird eine Katastrophe für mich, aber hätte ich ihn nicht bekommen, wäre die Katastrophe noch größer", so der Showmaster. Er setzte sich mit "Wetten, dass..?" gegen "Schlag den Raab" und "Willkommen bei Mario Barth" durch.

Über den Preis für die beste männliche Hauptrolle durfte sich der österreichische Schauspieler Josef Hader freuen, er wurde für seine Rolle im Film "Ein halbes Leben" ausgezeichnet. Senta Berger bekam den "Deutschen Fernsehpreis" für ihre Rolle in dem "ARD"-Streifen "Schlaflos" und konnte sich damit gegen ihre Konkurrentinnen Anja Kling und Gisela Schneeberger durchsetzen.

In Anspielung auf den Reich-Ranicki-Eklat im letzten Jahr, bedankte sich Moderator Alfred Biolek für seine Auszeichnung: "Verehrter Marcel Reich-Ranicki, ich bitte um Verständnis - ich nehme diesen Preis an", verkündete der 75-jährige.

Alle Gewinner des "Deutschen Fernsehpreises" sind auf der nächsten Seite aufgelistet.

jan

Bester Fernsehfilm:
"Mogadischu" (ARD)

Bester Mehrteiler:
"Wir sind das Volk - Liebe kennt keine Grenzen" (Sat.1)

Beste Serie:
"Der Lehrer" (RTL)

Beste Dokumentation:
"Freundschaft! Freie Deutsche Jugend" (ARD)

Beste Reportage:
"Die Bombe" (ZDF)

Beste Informationssendung/Moderation:
"ZDF-Wahlforum" (ZDF)

Beste Unterhaltungssendung/Moderation:
"Wetten, dass..?" vom 13.12.2008 (ZDF)

Beste Comedy:
"TV Helden" mit Jan Böhmermann, Caroline Korneli und Pierre M. Krause (RTL)

Beste Sportsendung:
Leichtathletik-WM (ZDF)

Beste Regie:
Nikolaus Leytner für "Ein halbes Leben" (ZDF)

Bestes Buch:
Silke Zertz für "Wir sind das Volk - Liebe kennt keine Grenzen" (Sat.1)

Bester Schauspieler Hauptrolle:
Josef Hader für "Ein halbes Leben" (ZDF)

Beste Schauspielerin Hauptrolle:
Senta Berger für "Schlaflos" (ARD)

Bester Schauspieler Nebenrolle:
Florian Bartholomäi für "Bloch: Schattenkind" (ARD)

Beste Schauspielerin Nebenrolle:
Anna Fischer für "Die Rebellin" (ZDF)

Beste Kamera:
Martin Langer für "Tatort: Auf der Sonnenseite" (ARD)

Bester Schnitt:
Annemarie Bremer für "Die Wölfe" (ZDF)

Beste Musik:
Ulrich Reuter für "Die Freundin der Tochter" und "Die Drachen besiegen" (ARD)

Beste Ausstattung:
Frank Godt und Monika Hinz für "Die Wölfe" (ZDF)

Förderpreise:
Eva Stotz für "Sollbruchstelle" (3sat); Henriette Confurius, Neel Fehler, Nina Gummich, Vincent Redetzki, Maximilian Werner und Philip Wiegratz für "Die Wölfe" (ZDF)

Ehrenpreis der Stifter fürs Lebenswerk:
Alfred Biolek

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