Das Konzert
© PR Das Konzert

Das Konzert Hier spielt die Musik

Ernst und doch so beschwingt: In "Das Konzert" setzt Dirigent Andrei Filipov (Aleksei Guskov) alles auf eine Karte, um mit seinem Orchester und Geigerin Anne-Marie Jacquet (Mélanie Laurent) in Paris auftreten zu können

Story:
Vor 30 Jahren war Andrei Filipov (Aleksei Guskov) Dirigent des weltberühmten Bolschoi-Orchesters in Moskau. Da er sich jedoch weigerte, jüdische Mitarbeiter zu entlassen, wurde er vom kommunistischen Regime zum Putzmann degradiert. Als er eines Tages das Büro des Direktors putzt, fällt ihm ein Fax in die Hände - eine Einladung des Bolschoi-Theaters ins Pariser "Theatre du Châtelet".

Andrei wittert seine Chance und entschließt sich, seine alte Besetzung anstelle des jetztigen Bolschoi-Ensembles heimlich nach Paris reisen zu lassen. Also fährt er durch ganz Moskau und überzeugt seine Ex-Kollegen, die mittlerweile als Taxifahrer, Handyverkäufer und Pornofilm-Synchronsprecher arbeiten, von seiner wahnwitzigen Idee.

In Paris trifft die turbulente Musiker-Truppe dann auf die berühmte Geigerin Anne-Marie Jacquet (Mélanie Laurent), die beim Auftritt des Orchesters einen Solo-Part übernehmen soll. Doch nach allerlei Hindernissen scheint es ungewiss, ob das Bolschoi-Theater in Paris wirklich auftreten wird ...

Andrei Filipov (Aleksei Guskov) will sein Orchester in alter Besetzung unbedingt in Paris spielen sehen.
© PRAndrei Filipov (Aleksei Guskov) will sein Orchester in alter Besetzung unbedingt in Paris spielen sehen.

Fazit:
In Frankreich avancierte "Das Konzert" im vergangenen Jahr zum Publikums-Hit und räumte bei den Césars, den französischen Oscars, gleich zwei Trophäen ab. Verwunderlich ist das nicht, denn Regisseur Radu Mihaileanus ist es gelungen, diese traurig-ernste Geschichte mit skurrilen Persönlichkeiten zu kombinieren, die dem Film immer wieder Fahrt verleihen und für zahlreiche Lacher sorgen. Wenn dann am Ende Tschaikowski erklingt, fließen zwar auf der Leinwand (und wahrscheinlich auch davor) die Tränen, einen Grund zum Traurigsein gibt es aber nicht: Immerhin hat man gerade einen wundervollen Film gesehen.

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