Cinderella - Lily James im Interview

"Die Schuhe passen an keinen Fuß"

Für Disney verwandelte sich Lily James in "Cinderella". Und auch ihr echtes Leben scheint sich nun zu einem Märchen zu entwickeln. Dabei passte sie nicht einmal in den legendären Glasslipper

Lily James als "Cinderella"

Lily James als "Cinderella"

Als den Raum betritt, ist es, als würde man ein Märchenbuch aufschlagen. Eines, das mit wundervollen Bildern, vielen humorvollen Passagen und einer mitreißend positiven Geschichte gefüllt ist. Ihr bezauberndes Lächeln ist ansteckend, ihr elegantes Lanvin-Kleid ein Traum, auf das wohl jede Prinzessin neidisch wäre. Sie entdeckt zu ihrer Rechten das Filmplakat, auf dem sie als "Cinderella" zu sehen ist.

"Wissen Sie, das ist so komisch. Ich erkenne mich darauf selbst nicht wieder", sagt die 25-Jährige und beginnt zu lachen.

So ganz scheint Lily James ihr Glück noch nicht fassen zu können. Denn nicht nur auf der Kinoleinwand ist für sie ein Märchen wahr geworden. Auch in ihrem Leben hat sich einiges verändert. Was genau das ist, welche Herausforderungen das Prinzessinen-Dasein mit sich brachte und welcher ihr persönlicher "Cinderella-Moment" ist, erzählte sie gegenüber Gala.de.

Ihre Reaktion auf das Plakat ist überraschend. Fühlen Sie sich jetzt selber nicht auch ein wenig wie "Cinderella"?

Wenn ich den Film gucke, dann ja. Ich habe es einfach geliebt, eine Prinzessin zu spielen - mit all dieser Anmut und Grazie. Es fühlt sich einfach so magisch an.

Haben Sie als kleines Mädchen denn auch schon davon geträumt, eine Prinzessin zu sein?

Als Kind hatte ich tatsächlich kleine Glasslipper aus Plastik. Aber meine Mutter ließ sie mich nicht auf unserer Treppe tragen. Sie hatte Angst, dass ich stolpere. Also wackelte ich darauf bis zum Anfang der Treppe, zog sie aus, rannte sie herunter und zog sie danach schnell wieder an.

Apropos Glasslipper - die Heels sehen zwar fantastisch aus, aber wirklich bequem wirken sie nicht. Haben Sie sie wirklich getragen?

Ich sollte aufhören das zu erzählen, weil ich damit bestimmt die Illusion zerstöre und ich mich echt schlecht dabei fühle, aber: Die Schuhe passen leider an keinen Fuß. Also gibt es eigentlich auch keine Prinzessin. Das wäre aber auch wirklich ein extremes Risiko. Es sind ja schließlich Swarovski-Kristalle.

Die Kleider hingegen hatten Sie ja ganz offensichtlich an. In welcher Szene stellten die Kostüme beim Dreh eine Herausforderung dar?

In dem Ballkleid zu tanzen – das war definitiv der schwierigste Part von allen. Ich musste eine bestimmte Haltung annehmen, auf genaue Art und Weise atmen und ich konnte mich darin nicht einmal bücken. Zusätzlich war das Kleid extrem schwer. Es hatte einfach so viele Röcke, deren Gewicht mich an der Taille fast zu Boden runterzog. Es war also eine ziemlich athletische Angelegenheit. Richard und ich mussten wirklich hart dafür trainieren.

Wie lang waren denn die Proben für die Ballszene?

Wir haben es über einige Monate verteilt, immer mal wieder an den Wochenenden und dann kurz vor dem finalen Dreh aufgenommen. Es war also wirklich eine sehr lange Zeit.

Und wie lange brauchten Sie für das Anziehen des Kleides?

Jahre, es dauerte einfach Jahre! Ich glaube ich brauchte dafür ganze 25 Minuten. Immer wenn ich zur Toilette ging, mussten wir den Dreh für eine dreiviertel Stunde unterbrechen.

Durften Sie es eigentlich behalten?

Nein, leider nicht. Aber ich glaube auch nicht, dass es überhaupt durch meine Wohnungstür passt. (lacht)

Interessieren Sie sich denn für Mode?

Ja und jetzt sogar noch stärker als jemals zuvor. Denn jetzt habe ich die Chance Kleider bei großartigen Designern auszuleihen. Gestern habe ich zum Beispiel Dior getragen. Für die ganze Promotour wurden mir hundert wunderschöne Kleider zur Verfügung gestellt.

Etwa alle von Dior?

Nein, nicht nur von Dior. Ich trage auch Balenciaga, Gucci und ganz viele andere ganz tolle Designer. Es ist witzig, denn irgendwie ist es wie bei Cinderella. Ich bin nämlich auch eher der Latzhosen-Mensch. Es fühlt sich für mich also wie eine Verwandlung an, sobald ich in eines der Kleider schlüpfe. Ich genieße es total. Es fühlt sich wie eine Art Rüstung an.

Abgesehen von den ganzen tollen Designerkleidern. Was hat sich in Ihrem Leben noch verändert?

An diesem Punkt in meiner Karriere hat sich an meinem Lifestyle noch nicht so viel verändert. Ich führe mein Leben größtenteils so weiter wie bisher. Klar, gerade erlebe ich wirklich verrückte Dinge. Ich fliege mit dem Jet umher. Mal bin ich in Moskau, dann wieder in Italien und Abstecher nach Amerika kommen auch noch hinzu. Außerdem darf jetzt mit Größen wie und zusammenarbeiten. Mit ihnen gemeinsam auf dem roten Teppich zu stehen war für mich einer der wundervollsten Momente. Ein paar Dinge haben sich also doch verändert – aber nur zum wundervollen versteht sich.

Sie leben in London. Haben Sie dort Probleme mit lästigen Paparazzi? Werden Sie jetzt auf der Straße erkannt?

Nein, nicht wirklich. Nur in gewissen Momenten. Aber dann tauchen manchmal plötzlich Fotos von mir auf, von denen ich überhaupt nichts mitbekommen habe und nicht einmal wusste, dass ein Fotograf vor Ort war. Das ist echt ein komisches Gefühl. Aber ich bin noch immer eher anonym unterwegs und bleibe unerkannt. Ich mein, guck dir das Plakat an. Selbst ich erkenne mich darauf ja nicht einmal wieder.

© Gala

In die zauberhafte Welt der Cinderella kann man sich ab dem 12. März komplett entführen lassen. Dann startet der Disney-Film in den deutschen Kinos.

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