Berlinale 2009
© Getty Images Berlinale 2009

Berlinale 2009 "Gegen die Krise"

Die 59. "Berlinale" ist mit einem neuen Besucher-Rekord zu Ende gegangen: Rund 270.000 Eintrittskarten wurden dieses Jahr verkauft, 2008 waren es 30.000 Karten weniger

Festivaldirektor Dieter Kosslick kann zufrieden sein: Seine erfolgreiche Organisation und Durchführung der "Berlinale" bringt ihm eine Vertragsverlängerung bis 2013.

Die Veranstalter konnten für das Fest in diesem Jahr erstmals den Friedrichsstadtpalast mit 1800 Sitzplätzen gewinnen.

Für Überraschung bei der Preisverleihung sorgte der peruanische Film "Die Milch des Leids": Das Guerillakriegsdrama bekam den "Goldenen Bären". Regisseurin Claudia Llosa und Hauptdarstellerin Magaly Solier konnten ihr Glück kaum fassen und feierten bis in die frühen Morgenstunden.

Das deutsche Beziehungsdrama "Alle Anderen" wurde mit dem "Silbernen Bären" geadelt. Nicht nur Maren Ade (Regisseurin und Produzentin des Films") konnte sich über den Bären freuen, auch Birgit Minichmayr bekam die begehrte Auszeichnung als beste Darstellerin.

In seiner Abschlussrede sagte Dieter Kosslick:" Diese 'Berlinale' war eine 'Berlinale' gegen die Krise." Die größte Überraschung sei für ihn "die unglaubliche Stimmung" gewesen. "Wir haben das Kino gefeiert, wir haben die Stars gefeiert", verkündete Kosslick. Bleibt zu hoffen, dass die 60. "Berlinale" 2010 ein ebenso großer Erfolg wird.

jan