Colin Firth, Julianne Moore
© Senator Colin Firth, Julianne Moore

A Single Man Schaurig schöne Einsamkeit

Mit "A Single Man" überzeugt Designer Tom Ford erstmals als Filmemacher

Story


George Falconer (Colin Firth) ist am Boden zerstört: Per Telefon erfährt er, dass seine große Liebe Jim bei einem Autounfall ums Leben gekommen ist. Seither ergibt das Leben für den Briten keinen Sinn mehr. In tiefer Trauer gefangen, flüchtet George sich eine Welt voller Melancholie und Selbstmitleid. Auch seine Nachbarin und Freundin Charley (Julianne Moore) schafft es kaum, dem verzweifelten Literaturprofessor ein wenig Trost zu spenden. Also fasst er an einem sonnigen Tag in Los Angeles einen Entschluss: Er will sich das Leben nehmen.

Star-Feature


Mit "A Single Man" gelang Tom Ford ein Aufsehen erregendes Debüt als Kinoregisseur. Basierend auf der Romanvorlage von Christopher Isherwood erzählt der gefeierte Modeschöpfer eine dramatische Geschichte mit atemberaubenden Bildern. "'A Single Man' ist eine universelle Erzählung über das Zurechtkommen mit der Einsamkeit und darüber, "wie wichtig es ist, in der Gegenwart zu leben und zu verstehen, dass die kleinen Dinge des Lebens eigentlich die ganz großen sind", sagte der Designer über seinen Film.

Charley (Julianne Moore) versucht George (Colin Firth) von seiner Trauer zu befreien
© SenatorCharley (Julianne Moore) versucht George (Colin Firth) von seiner Trauer zu befreien.

Fazit


Ein brillanter Colin Firth, eine authentische Juliane Moore und selten schöne Bilder: "A Single Man" überzeugt nicht nur durch seine Darsteller, sondern auch durch eine perfekt inszenierte Optik. Zu Recht wurde das Drama für zahlreiche Filmpreise wie den Oscar nominiert und machte Tom Ford abseits der Modewelt zu etwas, wovon der 48-Jährige schon seit Jahren geträumt hatte: einem aufstrebendem Filmemacher.

Andrea Zernial