"Schlag den Star" geht weiter

Was passiert mit den gekündigten Mitarbeitern?

Stefan Raabs TV-Abschied hat auch 80 Mitarbeiter der Firma Brainpool arbeitslos gemacht. Jetzt steht fest, dass es mit "Schlag den Star" weitergeht. Was bedeutet das für die gekündigten Mitarbeiter? GALA weiß es

Stefan Raab

Lange war unklar, ob die Sendungen von fortgesetzt werden. Jetzt steht fest: "Schlag den Star" geht nicht mit seinem Ideenvater in Rente. Der ehemalige Sidekick des Moderators, Elton, wird die Sendung dieses Jahr drei Mal bei moderieren. Am 9. April werden das erste Mal zwei Prominenten in 15 Runden live gegeneinander antreten.

Der ehemalige "TV total"-Praktikant Elton übernimmt die Moderationsrolle von Stefan Raab. "'Schlag den Star'. Live. Zur besten Sendezeit. Da kann ich sagen: Mein Praktikum hat sich gelohnt", kommentiert Elton seinen neuen Job

Der ehemalige "TV total"-Praktikant Elton übernimmt die Moderationsrolle von Stefan Raab. "'Schlag den Star'. Live. Zur besten Sendezeit. Da kann ich sagen: Mein Praktikum hat sich gelohnt", kommentiert Elton seinen neuen Job

Neuer Auftrag für Brainpool

Pikant: Die Show wird weiterhin von der Firma Raab TV produziert, die zu Brainpool gehört, die im vergangenen Jahr mit der Massenentlassung von 80 Mitarbeiterin Schlagzeilen gemacht hatte. Die Begründung der Firma: Das Arbeitsverhältnis sei von vorneherein auf die Zeit befristet gewesen, in der die Raab-Sendungen produziert wurden.

Insgesamt 49 der gekündigten Mitarbeiter klagten daraufhin. Der Brainpool-Anwalt argumentierte vor dem Kölner Arbeitsgericht, dass die Firma nicht mehr für Raab TV produzieren wird und für 2016 daher keine Aufträge mehr habe. Nun die überraschende Wendung. "Ich freue mich, dass wir mit 'Schlag den Star' die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen ProSieben, Raab TV und Brainpool fortsetzen", so ProSieben-Chef .

Was bedeutet das für die gekündigten Mitarbeiter?

Bisher liefen die Gerichtsverfahren vor dem Arbeitsgericht Köln nicht gut für die Firma Brainpool. Mehrere Kündigungen wurden bereits kassiert und die Weiterbeschäftigung der Mitarbeiter angeordnet. "Sollte Brainpool dem nicht nachkommen, würde das mit Zwangsgeldern belegt werden", erklärt Eva Naumann, Sprecherin des Arbeitsgerichts gegenüber GALA.

In anderen Fällen habe die Produktionsfirma Vergleiche mit den Gekündigten geschlossen. Auch wurden Klagen zurückgenommen. Doch diese Fälle wurden noch vor Bekanntwerden der "Schlag den Star"-Fortsetzung erledigt.

Wie wirkt sich der neue Auftrag auf die noch ausstehenden Prozesse aus?

Stefan Raab

Die Höhepunkte seiner Karriere

1993 startet Stefan Raab seine Fernsehkarriere mit der Moderation der Sendung "Vivasion" auf Viva, macht damals aber auch schon Musik. "Böörti Böörti Vogts" ist 1994 sein erster Charterfolg. 1997 bekommt er den "Echo" als bester Produzent für Bürger Lars Dietrichs Album "Schlimmer Finger".
1999 wechselt Stefan Raab zu ProSieben, wo er mit "TV Total" auf Sendung geht. Nur ein Jahr später tritt er mit dem Blödelsong "Wadde Hadde Dudde Da" beim "Grand Prix d'Eurovision de la Chanson" in Stockholm an. Es ist nicht sein erster "Grand Prix"-Ausflug. 1998 hat er bereits das Lied "Guildo hat euch lieb" für Guildo Horn geschrieben.
Seit 2003 füllt Stefan Raab außerdem das Samstagabendprogramm von ProSieben mit von ihm erdachten, erfolgreichen TV-Formaten wie "Wok-WM", "Schlag den Raab", "Das "TV total Turmspringen", "Stockcar Crash Challenge" oder der Autoball-Europameisterschaft.
Beim "TV Total Turmspringen" gibt Stefan Raab alles. Die fehlende Körperspannung täuscht. Der Entertainer will gewinnen - dafür ist er bekannt. Eine weitere Entdeckung Raabs: Sein ehemaliger Showpraktikant Elton.

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Müssen die gekündigten Mitarbeiter nun wieder eingestellt werden? Es müsse nun im Einzelfall geprüft werden, ob die Fortsetzung der Show Konsequenzen für die Entlassungen aus dem vergangenen Jahr haben, so die Sprecherin weiter.

Denn vor Gericht ist die unternehmerische Prognose zum Kündigungszeitpunkt entscheidend. Das bedeutet bis zum Ende des vergangenen Jahres. Die gekündigten Mitarbeiter müssten demnach nachweisen, dass Brainpool schon damals wusste, dass es für Raab TV auch 2016 weitergeht....

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