"Ku’damm 56" - Interview Teil 1

Sonja Gerhardt über Frauenrechte und Rock'n'Roll

Sonja Gerhardt muss in "Ku’damm 56" kräftig das Tanzbein schwingen. Mit GALA sprach sie über die größte Herausforderung während der Dreharbeiten

sonja gerhardt;Ku'damm 56

Sonja Gerhardt in "Ku'damm 56"

Während sie für "Deutschland 83" in die 1980er Jahre reisen musste, geht es jetzt für Gerhardt in "Ku’damm 56" in die 50er. Heute Abend startet die Miniserie mit dem ersten Teil auf ZDF. Die hübsche Blonde spielt darin neben und eine von drei Schwestern, die nicht nur tänzerisch den Rock’n’Roll lebt, sondern sich auch immer mehr gegen die Konventionen der Zeit stellt. GALA sprach mit über ihre Rolle, die Dreharbeiten und das harte Tanztraining.

Viele unterschiedliche Facetten

Von den drei jungen Frauen ist Rolle der Monika diejenige, die die größte Entwicklung durchmacht und sich vom schüchternen Mädchen zur starken Frau entwickelt. Keine leichte Aufgabe für , wie sie erzählt: "Wir haben den Dreiteiler nicht chronologisch gedreht, sondern sind auch mal von einer Szene in Teil 3 zu einer Szene in Teil 1 gesprungen. Im ersten Teil ist Monika noch sehr verschlossen, aber im Laufe der Zeit legt sie immer mehr von dieser Verklemmtheit ab. Es ist natürlich nicht leicht zwischen Monikas vielen unterschiedlichen Facetten je nach Drehtag hin und her zu springen und dabei trotzdem authentisch zu spielen. Aber ich habe mir viele Notizen gemacht, das hat mir sehr geholfen."

sonja gerhardt;ku'damm 56

Sonja Gerhardt in "Ku'damm 56"

Kampft für Frauenrechte

Hätte auch so gehandelt wie Monika? "Ich kann ihre Handlungen größtenteils gut nachvollziehen. Sie ist eine mutige junge Frau mit einem starken Charakter. Ich weiß allerdings nicht, ob ich damals so mutig gewesen wäre. Aber ich glaube schon, dass ich zumindest probiert hätte, für mehr zu kämpfen."

Schwieriges Tanztraining

Doch nicht nur die Rollenfindung stellte für eine Herausforderung dar, auch beim Tanztraining kam die Schauspielerin an ihre Grenzen – und das, obwohl die 26-Jährige bereits einschlägige Erfahrungen als Tänzerin hat: "Es war teilweise sehr anstrengend. Drei Monate vor Drehbeginn habe ich angefangen, Rock’n’Roll zu lernen. Als wir dann gedreht haben, bin ich in meiner freien Zeit auch immer noch zum Training gegangen. Ich habe zwar viele Jahre im Kinderensemble des Friedrichstadt-Palastes getanzt – also das Tanzen war somit keine vollkommen neue Erfahrung für mich – aber Rock’n’Roll ist noch mal eine komplett andere Nummer."

Morgen und am kommenden Dienstag finden Sie auf GALA.de noch zwei weitere Interviews mit den Hauptdarstellerinnen Maria Ehrich und Emilia Schüle.

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