"Der Bachelor"

Nur das Petzen ist echt

"Der Bachelor" hat das Kandidatinnenfeld auf zwölf ausgedünnt. Aber noch immer klingen die Dialoge hölzern, wenn nicht gerade "gepetzt" wird

Jasmin, Leonard, Leonie Rosella

Jasmin, Leonard, Leonie Rosella

Aller Anfang ist schwer. Auch für den "Bachelor". Eine Woche nach der Auftaktfolge sind endlich die spitzen Entzückensschreie der Damen über das Aussehen von verklungen. In der jüngsten Folge musste der 30-Jährige nun 17 Damen mit Einzel- und Gruppen- und Speed-Dates versorgen. Und tatsächlich mit vielen von ihnen mehr oder minder tiefgründige Gespräche führen. Ein Versuch, der wirklich nicht guten Gewissens als gelungen zu bezeichnen war.

Gezwungenes Jacht-Date

Sieben der Frauen - Dina, Kathrin, Daniela, Cindy, Steffi, Denise und Sandra - hatte sich Leonard für ein Date auf einer Jacht gegriffen. Der ganze wassernahe Spaß fiel aber eher gezwungen aus. Ob der "Bachelor" nun mal Denises prüfend berührte oder Selfies mit dem oberkörperfreien Junggesellen geschossen wurden. Auch eine Tanzrunde am helllichten Tag auf dem Schiffsdeck erhöhte die Glaubwürdigkeit der Party nicht spürbar.

Noch hölzerner wurde es beim folgenden Einzeldate mit Denise in einem Haus mitten im Ozean. "Das gefällt mir sehr", lobte sie am Tisch des Candlelight-Dinners. "Das freut mich sehr!", antwortete er. Auch Partnerschaftstalk führte nicht zu größeren Gefühlswallungen: "In einer Beziehung gebe ich auch sehr viel", sagte er. "Ja, ich auch. Hundert Prozent", erwiderte Denise. "Hundert Prozent?", fragte er. Ja, genau: hundert Prozent. "Das war ein interessanter Abend", sagte Leonard am Ende. "Ging so", mochte der ein oder andere Zuschauer denken.

"Hauptsache du passt auf dich auf"

Ans Eingemachte ging nur Saskia. Sie hatte nach eigenen Angaben Konkurrentin Sandra sagen hören: "Ich hasse Kinder." Und wollte den armen Junggesellen umgehend warnen. Natürlich erst, nachdem sie sich selbst als kinderliebe Mentorin ihrer kleinen Nichte in Stellung gebracht hatte. "Ist mir egal, ob ich rausfliege, Hauptsache du passt auf dich und deine Tochter auf", flüsterte Saskia schließlich nach der lange angekündigten Petzerei. Und Sandra griff sich den Bachelor und erklärte, nichts sei da dran. Sie liebe Kinder. "Manchmal habe ich das Gefühl, dass mir die Mädels einfach nur sagen, was ich hören will", beschlich den Junggesellen eine böse Ahnung.

Wem Leonard nun geglaubt hat? Gute Frage. Denn am Ende gilt beim "Bachelor", was auch im Dschungelcamp gilt: Streithähne sollte man niemals trennen. So gab es eben eine Rose für Saskia und eine für Sandra. Gehen mussten nur Marisa, Domenique und Romina. Vermissen werden die Zuschauer bestenfalls Marisa. Denn die hatte einen untrüglichen Sinn für Fettnäpfchen. Den Bachelor wegen seiner unangemessenen Plauderei über die Exfreundin zur Rede stellen? Kommt nicht gut an. "Obwohl sie eigentlich immer nur etwas klarstellen will, verlaufen die Gespräche mit ihr immer unangenehm", sinnierte Leonard vor der finalen Abfuhr für Marisa.

Rosen-Eklat

Der Bachelor 2016

Das sind die Kandidatinnen

Anni, 24:  Anni arbeitet als Rechtspflegerin im öffentlichen Justizdienst in Freiburg. Sie ist seit 2,5 Jahren Single und weiß genau, was sie will: "Sein Gesamtpaket muss mich einfach umhauen".
Anni
Annika, 28:  Wenn die gelernte Hotelfachfrau aus Ketsch nicht gerade arbeitet, geht sie ins Fitness-Studio, verbringt Zeit mit ihrer Familie und Freunden oder ist mit ihrem Hund Coop unterwegs. Die 28-Jährige sagt über sich selbst: "Ich bin eine Charaktertussi".
Annika

45

Den heiß erwarteten "Rosen-Eklat" hat das Publikum unterdessen schon hinter sich: Saskia hatte sich der "Bachelor" zum Einzeldate für die nächste Woche ausgewählt. Leonie zückte ihre weiße Rose und das verbundene Sonderrecht, das Date selbst in Anspruch zu nehmen. Also: passable Chancen für etwas mehr Streit in der kommenden Episode.

Alle Infos zu "Der Bachelor" im Special bei RTL.de.

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