WWM-Gewinner Leon Windscheid: Leon Windscheid
© RTL Leon Windscheid

WWM-Gewinner Leon Windscheid So gewinnt man die Million

Im Dezember gewann Leon Windscheid eine Million Euro bei "Wer wird Millionär". Heute abned will er anderen Kandidaten zum Gewinn verhelfen. In GALA verrät er wieso und spricht über seine nächsten Pläne mit Günther Jauch

Im Dezember 2015 holte sich Leon Windscheid bei "Wer wird Millionär" die Million und wurde so zum jüngsten gewinner der Fernsehsendung. heute Abend wird er beim "Zocker-Special" versuchen, anderen Kandidaten Tipps zu geben und sie ebenfalls zum Sieg zu führen. In GALA erzählt er, wie er sich auf dem Show-Sessel gefühlt hat und was Günther Jauch mit seinem neuesten Projekt - einem Boot - zu tun hat.

Was werden Sie aus Ihrer WWM-Folge niemals vergessen?

Viele Sachen waren da super spannend. Es ist eine ganz komische Situation, wenn man plötzlich gegen die anderen spielt. Die Auswahlrunde fand ich daher total stressig – ein komisches Gefühl, weil man die anderen Kandidaten den ganzen Tag über kennengelernt und sich mit denen angefreundet hat und es dann plötzlich deine Konkurrenz ist. Und natürlich, als es dann um die Million ging.

Hatten Sie Angst, an der 50-Euro-Frage zu scheitern?

Total! Ich habe immer gedacht, dass ich es ohne Joker bis 1.000Euro schaffen möchte. Wenn man dann ein bisschen zusammenrechnet, schafft man es ja auch mit etwas Glück wahrscheinlich auf 32.000Euro. Wenn man auf diesem Stuhl sitzt, geraten solche Gedanken aber in Vergessenheit. Man ist in einem Tunnel und konzentriert sich voll auf die Fragen. Aber klar hat man das auch im Kopf, dass viele Millionen Leute zuschauen. Das versetzt einen in maximalen Stress. Als Psychologe habe ich mich auf diese Situation aber ausführlich vorbereitet und trainiert.

Von Ihrem Gewinn wollten Sie sich ein Schiff kaufen – die MS Günther - und sind dabei auch in den letzten Zügen. Kommt Herr Jauch zur Taufe?

Ich habe heute noch mit Günther Jauch gemailt, um mit ihm Termine abzustimmen, wann er denn zur Eröffnung nach Münster kommen könnte. Das war ganz witzig: Er hat mir sofort zurückgeschrieben! Er ist total bodenständig und nicht von Managern umgeben, die alles für ihn machen – total sympathisch. Im frühsommer soll es ungefähr soweit sein, wenn alle behördlichen Dinge abgewickelt sind.

Und er kommt auf jeden Fall?

Ich würde meine eine Million darauf verwetten, dass er kommt. Er hat es mir nun mehrfach versprochen. Und ich glaube, er freut sich auch ein bisschen auf Münster. Hier ist er schließlich geboren.

Schippern Sie mit der MS Günther dann durch die Gegend, oder was haben Sie vor?

Die MS Günther soll eine Event- und Kultur-Location sein, dabei möchte ich aber betonen, dass es sich nicht um ein Techno-Boot handelt! Wir werden dort Firmen-Partys feiern, Hochzeiten ausrichten, Charity-Events machen. Aber auch Lesungen, Tatortgucken auf dem Wasser und kleine Ausstelungen – Wir haben schon jetzt Buchungsanfragen bis 2018 bekommen, die wir unverbindlich annehmen. Die MS Günther soll etwas für alle sein, kein elitäres Millionärs-Boot.

Ein toller Plan!

Ja, wir werden auch noch den Anzug von Günther Jauch versteigern und werden auf dem Boot dann eine große Benefiz-Gala veranstalten! Am Wochenende habe ich sozusagen Generalprobe auf dem Brandenburg Ball, da werde ich die Krawatte von Günther Jauch versteigern, mit Til Schweiger und dem Ministerpräsidenten, Inka Bause – da kommt hoffentlich einiges zusammen für den guten Zweck.

Also werden Sie die MS Günther gar nicht für private Zwecke nutzen?

Die MS Günther ist ein persönlicher Traum, den ich mir jetzt erfülle und das macht riesigen Spaß, aber ich bin gar nicht der Typ dafür, der jetzt loszieht und sich zum Beispiel einen Porsche kauft, oder einen Jaguar im Käfig im Garten hält – den ich auch noch nicht mal habe!

Sie haben also noch kein Geld "verprasst"?

Nein, ich habe mir selbst noch gar nicht wirklich etwas gekauft. Ich habe vorher schon ein glückliches Leben gehabt, war happy und konnte mir das kaufen, was ich wollte – so hat es sich zumindest immer angefühlt. Ich habe eben noch mit meiner Freundin diskutiert, was ich mir kaufen würde – wir wussten beide nichts. Ich war mit meiner Freundin gerade im Skiurlaub, das war die gleiche kleine Pension, in die wir immer fahren. Das habe ich ihr dann geschenkt, aber ich habe sie auch vorher mal zum Essen eingeladen – daran hat sich nichts geändert.

Wahnsinn!

Man muss sich das so vorstellen. Ich gucke alle paar Tage online auf mein Konto und sehe den Kontoauszug mit diesen vielen Nullen – da muss ich mich selbst manchmal noch kneifen, um das zu realisieren.

Im Alltag hat sich aber ansonsten nichts geändert?

Was ich merke: Ich werde oft erkannt und angesprochen. Letztens kam ein kleines Mädchen im Supermarkt von Kasse 9 zu mir rübergerannt und zog mir am Mantelsaum und hat mich gefragt, ob ich der Junge aus dem Fernsehen bin und hat mir gratuliert. Man hat ein bisschen fast eine kleine Berühmtheit erlangt, wobei ich immer ganz froh bin, nicht so berühmt wie Günther Jauch zu sein. Das stelle ich mir sehr anstrengend vor.

Sie hatten Ihre Freundin, mit der Sie schon 1 ½ Jahre zusammen sind, bei der Show dabei – eine große Unterstützung, oder?

Total! Das muss ich auch sagen. Manche haben einen Talisman in der Hosentasche – dafür bin ich nicht empfänglich. Ich hatte dann einfach meine Freundin dabei, auf die ich mich 100%ig drauf verlassen kann. Das gibt einem ein tolles Gefühl.

Die hätte es Ihnen auch verziehen, wenn Sie bei der 50-Euro-Frage gescheitert wären?

Klar, da hätte sie dann ganz besonders zu mir gehalten.

In der Sendung und auch jetzt wirken Sie sehr locker – woher kommt diese Schlagfertigkeit!

Das sagen Sie jetzt! Früher gab es Zeiten, da hatte ich Probleme, in der Uni einen Vortrag zu halten. Und bei der Millionenfrage haben meine Hände auch total gezittert.

Heute geben Sie den Kandidaten, die es Ihnen gleichtun wollen, Tipps….

Genau! Das ist ganz spannend, weil es das Zocker-Special ist. Das war insofern witzig, als ich dafür ins Studio zurückgekommen bin – wie der Mörder, der zurück an den Tatort kommt. Sehr emotional. Und es war auch schön, Günther Jauch wiederzusehen. Ich gebe den Kandidaten einige Tipps und habe versucht, in Sachen Aufregung und Stress mit meinen Psychologie-Kenntnissen zu helfen.

WWM-Gewinner Leon Windscheid: Leon Windscheid beim "WWM Zocker Special"
© RTLLeon Windscheid beim "WWM Zocker Special"

Ihr Rezept, wie schnappt man sich die Million? Gibt es da eine Glücksformel?

Freund vom Jauch werden + eigene Psyche im Griff haben + Allgemeinbildung. Dann hilft einem Jauch auch indirekt und war ein super Sparringspartner.

Und was geht gar nicht, wenn man auf diesem Stuhl sitzt?

Dass man langweilig ist und nicht authentisch, nicht ehrlich, ist. Das merkt Jauch sofort.