Dschungelcamp 2016: Daniel Hartwich, Sonja Zietlow
© RTL / Stefan Gregorowius Daniel Hartwich, Sonja Zietlow

Dschungelcamp 2016 Schummelcamp: Das ist bei IBES ein Fake

Alles nur gespielt bei "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus"? Zumindest das Dschungelcamp selbst ist so künstlich wie eine echte Bühne

Was essen die da eigentlich?

Man stellt sich als Zuschauer gerne vor, wie die Kakerlaken, Riesenwürmer und die anderen Krabbelviecher frisch aus dem Urwaldsschlamm in die Münder der Kandidaten kommen. Ganz so rustikalromantisch ist das aber nicht: Tatsächlich gelangen die meisten Tiere, die verspeist werden, aus kontrollierten Zuchtbetrieben in den "Dschungel".

Die sind ja gar nicht im Dschungel!

Es hat einen Grund, warum das Dschungelcamp manchmal vage an die Plastikblumenabteilung von IKEA erinnert: Das Dschungelcamp steht nämlich gar nicht wirklich im Dschungel. Der Ex-"Dschungelcamp"-Arbeiter Craig Cutting plauderte gegenüber der ZDF-Sendung "Frontal 21" aus, dass viele der Pflanzen künstlich in das Lager kamen und einige sogar aus Glasfasern hergestellt wurden.

In Wahrheit steht das Camp in der Nähe des 8000-Seelen-Örtchens Murwillumbah (New South Wales). "Es war eine einfache Farm", erzählte Paul Waters von der Handelskammer Murwillumbah. Auch Elektrizität, und natürlich, Hubschrauberlandeplätze gibt es da. Ebenso wie Baumhäuser, in denen etwa Sonja Zietlow und Daniel Hartwich sitzen. Oder die britischen Kollegen - auch "I'm A Celebrity, Get Me Out Of Here!" wird hier gedreht.

Gefährlich ist es auch nicht

"Vor dem Start gehen Mitarbeiter durch das Camp und holen Schlangen und giftige Tiere heraus", verriet ein RTL-Sprecher vor drei Jahren dem "OK! Magazin". Das Camp wird außerdem rund um die Uhr von Wachmännern abgeschirmt.

Der Nebel ist irgendwie übertrieben?

Denn er wird von Nebelmaschinen produziert. Spätestens seit Konzerten von Beyoncé Knowles weiß man: Jede gute Show braucht mindestens eine Nebelmaschine.

Was ist denn überhaupt echt?

Tja, die Brüste von Sophia Wollersheim schon einmal nicht. Der Schwimmteich auch nicht - der wurde ebenfalls künstlich angelegt. Der Wasserfall? Man ahnt es schon. Es handelt sich laut "Blick.ch" um einen umgeleiteten Teich, aus dem ein Mini-Wasserfall architektonisch kreiert wurde. Die wohl größte Enttäuschung ist aber: Selbst Dr. Bob ist ein (sehr liebenswertes) Showelement. Der Australier Bob McCarron ist eigentlich gar kein Arzt, aber immerhin ein ausgebildeter Rettungssanitäter und Wildbiologe. Gelernt hat er ursprünglich Maskenbildnder. Er ist übrigens auch in "I'm A Celebrity, Get Me Out Of Here!" zu sehen.