Rosalie Thomass
© Getty Images Rosalie Thomass

Rosalie Thomass „Mir war ein bisschen mulmig“

Für den Doris-Dörrie-Film "Grüße aus Fukushima" drehte Rosalie Thomass im strahlenverseuchten Gebiet

Aus einem guten Anliegen wird nicht immer ein guter Film. Regisseurin Doris Dörrie ist das Kunststück mit "Grüße aus Fukushima" gelungen.

Rosalie Thomass: Versuchen gemeinsam, die Folgen der Atom-Katastrophe zu bewältigen: Marie (l., Rosalie Thomass) und Satomi (Kaori Momoi)
© PRVersuchen gemeinsam, die Folgen der Atom-Katastrophe zu bewältigen: Marie (l., Rosalie Thomass) und Satomi (Kaori Momoi)

Der Film

In poetischen Schwarz-Weiß-Bildern erzählt sie von der jungen Deutschen Marie (Rosalie Thomass) und der alten Japanerin Satomi (Kaori Momoi, "Die Geisha") – eine universelle Geschichte über Verlust, Trauer und die Suche nach dem Lebensweg. Nachdem ihre Hochzeit geplatzt ist, reist Marie in das von der Reaktorkatastrophe gezeichnete Fukushima, um als Clown vor den Überlebenden aufzutreten. Dort hilft sie Satomi, der letzten Geisha von Fukushima, in ihr zerstörtes Haus in der Sperrzone zurückzukehren.

Dreh in Fukushima

Doris Dörrie hat die Szenen direkt im Gebiet um Fukushima gedreht, wo sich 2011 das nukleare Desaster ereignet hat. Hauptdarstellerin Rosalie Thomass: "Zunächst war mir ein bisschen mulmig. Der Boden dort ist verseucht, aber die Strahlung in der Luft ist nicht höher als in München. Wäre ich damals allerdings schon schwanger gewesen, hätte ich es nicht gemacht." Dass Doris Dörrie ein berührender Film gelungen ist, liegt auch an Rosalie Thomass mit ihrer unverbrauchten Natürlichkeit. Für die Rolle bekam sie bereits den Bayerischen Filmpreis. Eine großartige Liebeserklärung an Japan – und an das Leben!