Die Tops und Flops von Toronto
Das Festival geht eindeutig dem Ende zu. Nicolas Cage schlug noch für den Film “Trespass” auf, Maggie Gyllenhaal kam für “Hysteria”. Aber ansonsten sind die meisten Promis bereits abgereist. Auch ich kehre zurück nach New York. Ich habe 21 Filme gesehen und zahlreiche Interviews für Sie geführt (gibt es bald in der Gala zu lesen). Am Ende bleiben mir vor der Verleihung des “Viewer´s Choice” nur noch meine persönlichen Höhepunkte:
Bestes Gesprächsthema:
Madonna. Der Popstar kam, um ihren Film “W.E.” zu bewerben. Gesprochen wurde aber satte zwei Tage lang nur über ihr Diva-Benehmen hinter den Kulissen, wo sie angeblich verlangt hatte, dass die freiwilligen Mitarbeiter des Festivals ihr nicht ins Gesicht sehen. Ihre Publizistin hat bereits dementiert. Das Festival war dennoch entsetzt und gab ein Statement ab. Ob alles nur eine PR-Nummer war, um von den schlechten Kritiken für “W.E.” abzulenken? Oder hatte jemand gelogen und Madonna war nur ein Opfer? Ich jedenfalls verbeuge mich vor ihrem Talent – keine andere Persönlichkeit schafft es, so im Mittelpunkt zu stehen. Genial! Applaus!!
Beste Überraschung:
George Clooney bringt seine neue Flamme Stacy Keibler zum Festival. Vermutlich für alle, die dieser Liebe nicht für echt hielten. Ach, und Michael Fassbender datet noch immer Zoe Kravitz. Sie muss wohl die glücklichste Frau des Festivals sein (wenn Sie meinen Blog lesen, wissen Sie, dass seine Männlichkeit genauso beeindruckend ist wie sein schauspielerisches Talent – beides zu bewundern in “Shame”)
Fashion-Top:
Frauen: Keira Knighley. In ihrem beigen Mini-Kleid von Elie Saab zeigte, dass sie weiß, worin sie gut aussieht.
Männer: Eindeutig Ryan Gosling. Der beige Anzug war einfach perfekt. Und die Schuhe – Hammer!
Fashion-Flop:
Frauen: Stacy Keibler. Sie zeigte sich zum ersten Mal auf einem roten Teppich als Begleitung von George Clooney. Es hätte ein guter Moment werden können – hätte sie nur nicht das schwarze Mini-Samtkleid mit Rollkragen getragen. Es sorgte für Getuschel – aber leider für sie nicht zum Guten.
Männer: Robert De Niro. Jeans, Polohemd und Knitterjacke? Bob, du bist nicht auf dem Weg, Dir einen Bagel in New York schmieren zu lassen – es ist ein Festival und Du bist auf einem roten Teppich!

Bestes Accessoire:
Angelina Jolie. Am Red Carpet trug sie eine goldene Clutch, die mit einer Handschelle an ihrem Handgelenk hing. Ach Angie, das ist mehr als ein Fashion Statement – da geht doch gleich unsere Fantasie mit uns durch, was zwischen Brad Pitt und dir abgeht…
Krasseste Film-Szene:
Ich hasse es, wenn jemand Film-Inhalte verrät und so die Überraschung ruiniert. Deshalb werden ich nur eine wage Andeutung machen – aber Sie werden sich ganz sicher daran erinnern, wenn Sie den jeweiligen Film selbst sehen. Ich habe zwei, die ich erwähnen möchte:
Erstens, Ryan Gosling in “Drive”. Wer den Schauspieler für seine Darstellung in “The Notebook” mag, wird es hier mit der Angst zu tun kriegen. Jedes Mal, wenn er seine Lederhandschuhe zum Knirschen bringt, folgt eine krasse Szene. Und Blut fließt in Mengen. Nix für schwache Nerven!
Zweitens, Matthew McConaughey in “Killer Joe”. Was der Schauspieler mit einer frittierten Hühnerkeule anstellt, hat mir den Appetit auf Hühnchen für eine ganze Weile verdorben. Diese Szenen könnten eine Vegetarier-Welle auslösen!
Tags: Angelina jolie, Clutch, drive, Hysteria, Keira Knightley, Killer Joe, madonna, Nicolas Cage, Robert de Niro, ryan gosling, tiff, Trespass, W.E.


September 16th, 2011 at 12:19
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