Wer es ihr in der Hochzeitsnacht ausziehen darf, steht fest. Doch ganz Schweden fragte sich, wer Prinzessin Victoria am Tag ihrer Trauung mit Daniel Westling ins Brautkleid stecken darf.
Nun scheint der Kampf ums Prinzessinnengewand entschieden zu sein. Wie Gala von Jenny Alexandersson, Hofreporterin der größten schwedischen Tageszeitung "Aftonbladet" erfuhr, hat allem Anschein nach Designer Pär Engsheden gesiegt: "Er wird zu 98 Prozent der Glückliche sein, er ist einer von Victorias schwedischen Lieblingsdesignern." Seine Kreationen trug Victoria schon häufig zu offiziellen Anlässen. Dass Engsheden allerdings jetzt auch das Hochzeitskleid designen soll, könnte für Ärger sorgen.
Immerhin bescherte der Modemacher den Konservativen unter den Königstreuen einen wahren Schockmoment: Im Jahr 2002 bei der ehrwürdigen Nobelpreis-Gala in Stockholm präsentierte sich Victorias Schwester Madeleine, 27, in einer Robe, die als das "Baywatch"-Kleid in die skandinavische
Modegeschichte talkeingehen sollte. Feuerrot, geschlitzt, unhöfisch tief dekolletiert.
Zweifellos wird auch das Kleid, das ihre Schwester Victoria am 19. Juni in der Stockholmer Kirche "Storkyrkan" tragen wird, ein Medienecho auslösen. Nur hoffentlich kein so Schrilles. Hofschneider Lars Wallin erklärt: "Für Kronprinzessin Victoria gibt es, wie für alle royalen Repräsentantinnen in der ersten Reihe, Grundregeln. Rock mindestens knielang, keine oder nur angedeutete Schlitze, Dekolleté nicht zu tief, Arme möglichst ein wenig bedeckt." An diese Vorgaben wird sich auch Engsheden halten müssen.
Wie das Kleid letztlich aussehen wird, bleibt bis zum Tag der Hochzeit ein Geheimnis. Sicher ist nur: Tief dekolletiert oder hoch geschlitzt wird die Braut nicht erscheinen. Royalisten, aufatmen!
Jens-Stefan Hübel










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