Die Frauenzeitschrift "Brigitte" will künftig bei ihren Fotostrecken auf professionelle Models verzichten - und belebt mit dieser Entscheidung die Diskussion um untergewichtige Laufstegmädchen: Wie dünn ist zu dünn? Wann wird aus superschlank krankhaft mager?

Strichmädchenalarm: Bei den Chanel-Models ist weniger offensichtlich mehr.
Strichmädchenalarm: Bei den Chanel-Models ist weniger offensichtlich mehr.
(Foto: © WireImage.com)

In der Modewelt stößt die Kritik am Untergewicht weitgehend auf Unverständnis; Karl Lagerfeld fand gegenüber "focus.de" am Sonntag (11. Oktober) unmissverständliche Worte: "Da sitzen dicke Muttis mit der Chipstüte vorm Fernseher und sagen, dünne Models sind hässlich."

Dabei habe die Welt der schönen Kleider schließlich "mit Träumen und Illusionen zu tun" - und in dieser Scheinwelt sieht der Chanel-Chefdesigner keinen Platz für runde Frauen. Die ganze Diskussion ist für ihn schlichtweg absurd.

Bei der "Vogue" und anderen Highfashion-Magazinen dürfte die Kontroverse ebenfalls wenig am gelebten Schönheitsideal verändern. Das glaubt auch Model Toni Garrn: "Für die 'Brigitte' mag das schön sein, aber bei der 'Vogue' wird das sicherlich nicht funktionieren", erklärte die 18-Jährige im Interview mit "RTL".

Die Modewelt wird die "Brigitte" im kommenden Jahr also sicher nicht revolutionieren, doch wenn es ihr gelingt, Karl Lagerfeld und sein "Size Zero"-Ideal (Kleidergröße 32) künftig aus dem Wohnzimmer ihrer Leserinnen zu verbannen, wäre das doch auch schon ein beachtlicher Erfolg.

gsc




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