John Galliano wurde am Donnerstag (08. September) wegen antisemitischer Anfeindungen verurteilt. Ein Pariser Gericht verdonnerte den Modedesigner zu einer Geldstrafe von 6.000 Euro auf Bewährung. Anfänglich drohten dem 50-Jährigen bis zu sechs Monate Haft und ein Bußgeld von rund 20.000 Euro.
Trotzdem ist der ehemalige Stardesigner damit nicht mit einem blauen Auge davon gekommen, denn seine Karriere als Chefdesigner von Dior und seiner Eigenmarke John Galliano, die mehrheitlich ebenfalls zu Dior gehört, war mit dieser Affäre über Nacht beendet.
Der Urteilsverkündung blieb Galliano allerdings fern und ließ sich durch seinen Anwalt vertreten. Wie unter anderem die französische Tageszeitung "Le Monde" berichtet, sei die Angst vor der Konfrontation mit der Presse der Grund für seine Abwesenheit gewesen.
Bereits seit Februar füllt der Designer die Schlagzeilen der internationalen Presse, nachdem er ein Pärchen in seiner Pariser Stammkneipe wüst beschimpft haben soll. Dieses zeigte Galliano bei der Polizei an. Es folgte ein Video, das anonym aufgezeichnet wurde und den exzentrischen Designer betrunken in der gleichen Bar zeigte. Darauf ist zu sehen, wie John Galliano andere Gäste antisemitisch beschimpft und lallend Sätze wie "I love Hitler" von sich gibt.
Bei der ersten Gerichtsverhandlung im Juni räumte Galliano ein, die Tat nicht im vollen Bewusstsein ausgeübt zu haben und wies auf seine Alkohol -und Medikamentenabhängigkeit hin, die sich nach dem Tod seines Vaters und seines engen Freundes Steven Robinson einstellte.
Ob sich John Galliano nach diesem Imageschaden je wieder öffentlich zeigen wird, bleibt abzuwarten.
inu








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