Sie ist nicht nur erfolgreiche Musikerin, sondern erobert auch die Modeszene im Sturm. Nachdem schon Designer wie Karl Lagerfeld von Beth Ditto schwärmten, hat nun auch Modezar Jean-Paul Gaultier seine Vorliebe für Übergrößen entdeckt - und schickte die pfundige Beth am Samstag (2. Oktober) während der Pariser Fashion Week über seinen Laufsteg. Mit ihren 95 Kilo bei nur 1,55 Metern Körpergröße hob sie sich dabei gewaltig vom Rest der Models ab, die in gewohntem Size-Zero-Look die Frühjahr/Sommer-2011-Kollektion des Designers präsentierten.

Was zähle, sei eben die Persönlichkeit und nicht irgendeine stereotype Form der Schönheit, sagte Gaultier backstage. Die Stücke könnten "in allen Größen getragen werden und passen sich allen Formen an". Eine Tatsache, die er mit Beth Ditto als Model nicht besser hätte unter Beweis stellen können.

Trotzdem: Ein wirklicher Skandal war Beths Auftritt nicht. Der Auftritt der Punkröhre, die die Show des französischen Designers eröffnete und mit einem Gläschen Champagner in der Hand wieder beschloss, wirkte eher wie eine schlagzeilenträchtige Showeinlage als eine ernst gemeinte Kampfansage an den Magerwahn auf internationalen Laufstegen.

Viel innovativer wirkte dagegen eine ganz andere Idee Jean-Paul Gaultiers: Die laut eigener Aussage "rockig-romatische" Kollektion wurde teilweise mit 3D-Aufdrucken versehen und konnte vom Publikum mit entsprechenden Brillen bestaunt werden. Da war wahrscheinlich sogar Beth Ditto platt.

aze

Pfundiges Model: Beth Ditto präsentierte  während der Pariser Fashion Week die neue Kollektion von Jean-Paul Gaultier.
Pfundiges Model: Beth Ditto präsentierte während der Pariser Fashion Week die neue Kollektion von Jean-Paul Gaultier.
(Foto: © Getty Images)



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