Romantische Tradition: Christopher Jarecki hielt mit dem Ring seiner Großmutter um die Hand von Alicia Silverstone an. Der alte Schliff wird wegen seines sanften Glanzes auch "Candlelight Cut" genannt
Romantische Tradition: Christopher Jarecki hielt mit dem Ring seiner Großmutter um die Hand von Alicia Silverstone an. Der alte Schliff wird wegen seines sanften Glanzes auch "Candlelight Cut" genannt.
(Foto: © Getty Images)

Die Traumfabrik Hollywood hat unsere Vorstellung von der romantischen Liebe geprägt, und die Stars aus Film- und Musikbusiness sind heute Role-Models für die neuesten Hochzeits-Trends wie prunkvolle Verlobungsringe (die stehen übrigens auch hierzulande wieder ganz hoch im Kurs). Wenn es ernst wird in der Liebe, dann sind sie das erste äußere Zeichen.

Und je prominenter eine Dame, desto größer ist oft auch der obligate Diamant. 18 Karat wiegt die Liebe von Jay-Z zu Beyonce, umgerechnet fünf Millionen Dollar. Eva Longorias Fünfkaräter ist mit 248 Diamanten besetzt, und der kanariengelbe Zehnkaräter, den Seal Heidi Klum auf einem kanadischen Gletscher zu Füßen legte, ist schon wegen seiner Seltenheit ein Vermögen wert.



Einzigartig: Milla Jovovichs antiker Dreisteiner aus dem 19. Jahrhundert mit Diamanten in Weiß, Pink und Gelb
Einzigartig: Milla Jovovichs antiker Dreisteiner aus dem 19. Jahrhundert mit Diamanten in Weiß, Pink und Gelb.
(Foto: © WireImage.com)

Natürlich gibt es auf dem Celebrity-Olymp auch Ladys, die ihre Liebe bescheidener zur Schau tragen. Denn obwohl der Diamant als Zeichen ewiger Liebe eine Geschichte hat, die bis ins 15. Jahrhundert reicht, ist er nur der Stargast auf dem eigentlichen Symbolträger. Als Kreis ohne Anfang und Ende ist der Ring das Sinnbild der Liebe, oder wie es der englische Schriftsteller Algernon Charles Swinburne ausdrückte: "Seine runde Form bedeutet, dass Liebe und Zuneigung wie im Kreis fließen, von einem zum anderen, und zwar für immer und ewig." Bereits die Kelten flochten sich Ringe aus Gras, den Verlobungsring als Liebesversprechen kannten schon die alten Griechen, und seit dem zweiten Jahrhundert gehört der Goldring zum christlichen Ehegelübde.

In Südeuropa, der Schweiz und den USA trägt man den Trauring an der linken Hand, wie schon im alten Ägypten. Dort galt der vierte Finger der linken Hand als Liebesfinger, mit direkter Verbindung zum Herzen. Auch heute noch ist der Trauring das äußere Symbol der inneren Bindung. Ob mit oder ohne Diamant, kombiniert mit dem Verlobungsring oder solo, wichtig ist die Beständigkeit, und die sollte einem schon Gold wert sein: Schließlich trägt man diesen Ring im besten Fall ein Leben lang.

Tina Schraml





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