Aus dem Vollen schöpfen - unter dieser Maxime hat Christian Dior gearbeitet. 80 Meter Stoff für einen einzigen Rock? Warum nicht! Kostbare Seidenstoffe, feinste Stickereien ... das Beste war dem französischen Modemacher gerade gut genug. "Wahrer Luxus", pflegte der Erfinder des New Look zu sagen, "erfordert das richtige Material und echte Kunstfertigkeit."
Diese Einstellung des Couturiers hat in seinem Mode- und Parfumhaus noch heute Gültigkeit. Designer John Galliano würdigt den hohen Anspruch bei seinen Kollektionen stets mit fantasievollen Entwürfen. Für die Duftsparte erfüllt Hausparfümeur François Demachy diese Vorgabe gern, schließlich ist sie ein Freibrief, nur die besten Zutaten für seine Mixturen zu erstehen.
Ein Privileg, das er einmal mehr für den neuen Duft "J'adore L'Or" ausschöpft, eine intensive Variante des elf Jahre alten Klassikers "J'adore". Die Kreation schwelgt in satten Floralnoten von hoch konzentrierten Rosen- und Jasminauszügen, die mit Tonkabohne und der pudrig-warmen Note echter Tahiti-Vanille abgerundet werden. "Für diese Komposition wollte ich unbedingt
mit den Blüten von Grasse arbeiten", sagt Demachy. Eine weitere Hommage an Christian Dior, der in Montauxroux in der Nähe der Blumen- und Parfümstadt Grasse das Anwesen "La Colle noir" besaß.
In dem Schlösschen, umgeben von 50 Hektar Land, suchte Dior damals "Ruhe und Frieden". Dort erholte er sich von der Geschäftigkeit in seinen Ateliers an der Avenue Montaigne. Sein Kontrastprogramm hieß Gartenarbeit. Den Spaten in der Hand, kultivierte er mit Hingabe Rosenbüsche und Jasmin. Denn er liebte es, wenn deren "exquisit süße" Blütenaromen durch seinen Park zogen.








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