Als Head of Make-up ist Boris Entrup auch auf der zehnten Mercedes-Benz Fashion Week in Berlin für die Looks verantwortlich. Trotz der Hektik ist es immer wieder ein Vergnügen für ihn, zehn Tage lang nichts anderes zu machen als Looks auszuprobieren, Formen, Farben, Epochenstile und Texturen zu mischen, die Abläufe im Blick zu haben - und zwischendurch auch noch Journalistenfragen zu beantworten.
Wie schminken wir uns zu Neon-Farben und Grafik-Prints in diesem Sommer?
Genauso mutig: Pop-up-Farben gerne als Lidschatten einsetzen, zum Beispiel in Gelb, Pink oder Orange, aber immer mit schwarzem Eyeliner oder Wimperntusche kombinieren. Generell muss man üben, diese intensiven Farbtöne gut aufzutragen.
Wie entstehen solche Farbtrends?
Trendscouts, die die Beliebtheit von Farb- und Stofflichkeiten ermitteln, beraten große Modehäuser. Für L'Oréal und Maybelline Jade reist Orrea Light um die Welt, um die neuesten Tendenzen einzufangen und mit ihr stehe ich in engem Kontakt. Und ich entwickle natürlich im Austausch mit den Designern das "Look-Gefühl", was die Models in der Mode herüberbringen sollen.
Blauer Lidschatten war vor drei Jahren noch undenkbar. Und auf einmal geht Blau wunderbar - derzeit sehen wir Blau überall von Kopf bis Fuß. Geschmack entwickelt sich weiter: Wenn man erfährt, was in zwei Jahren Trend sein wird, ist man erstmal schockiert. Aber dann machen Trendsetter schon die Mode mit und im zweiten Jahr folgen weitere.
Gibt es einen typischen Berlin-Look?
Stylishe Berlinerinnen in Nightclubs, Restaurants oder auf der Straße sind genauso "gemacht" wie in New York oder London. Typisch für Berlin ist der Undone-Look, also bewußt nachlässig, kombiniert mit einem perfekt gezogenen Eyeliner, was dann auch wieder Know-how ausdrückt. Das Spannungsfeld aus bekannten Labels und Nachwuchsdesignern auf der Berliner Fashionweek spiegelt auch den Berlin-Look: Das Make-up ist rough-tough und auf der anderen Seite süß, schick und perfekt gestylt.









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