So Sue

Die Super-Basics fürs neue Jahr

Neues Jahr – Neues Glück. In der Liebe wie auch in ihrem Kleiderschrank. Gala-Kolumnistin Sue Giers filtert ihre Super-Basics aus ihrem Kleiderschrank

Ich stehe sinnierend vor meinen jahrelang angehäuften Schätzen und frage mich, was ich davon wirklich brauche: Etwa die Hose von in Zyklam oder wirklich das Patchwork-Kleid von Chloé aus der vor- vorletzten Saison? Wie viele Paar kann ich wirklich tragen und bei den Pullis gibt es doch ganz klar die Top 5!

Ich bin eine Sammler- und Jägerin und sehe meinen Schrank eher wie ein Trophäen-Archiv und nicht ein durch Stangen und Regal getrenntes Einbausystem für meine .

Doch, ich habe mir eine scheinbar unmögliche Aufgabe gestellt: Aus diesem bunten Kleidertreiben die super Basics raus zu filtern! Welche würden das sein?! Probieren wir es mit einer Momentaufnahme, denn morgen kann schon wieder alles anders sein (...) denn ich esse ja auch nur Schokolade an Tagen, die mit g enden.

In jedem Fall ein dunkelblauer Pulli

Der erinnert mich an meine Wahlheimat und an lange Spaziergänge am Elbstrand mit meiner Freundin Steffi und ihren drei wilden Hunden. Außerdem passt er zu Allem – aus Kaschmir, hat er sogar eine unerhörte Weichheit und ich fühle mich sofort geborgen. Wie Soulfood (für mich übrigens ein warmer Grießbrei mit kalter zerlassener Butter) schützt so ein Schmeichler- Pulli an Tagen, wo der Montags-Blues zuschlägt!

My muggle Jeans one

Tja, jetzt wird’s schon megaschwer. Und ich habe wirklich mehrere Lieblingsjeans. Hier würde ich gern schummeln und eine helle und eine dunkle Waschung auswählen. Man braucht einfach beide für verschiedene Anlässe und Jahreszeiten. Jeans sind super zum Stylen und passen zu Allem. Die helle wähle ich etwas kürzer – für den dunklen Style eine längere Version.

Sneaker gehören dazu

Das ist leicht. Auch wenn ich großer Fan von Golden Goose Sneakern bin und auch sonst ein wahres Sneaker-Girl, würde ich mich immer für den Klassiker unter den Tennis-Schuhen entscheiden. Der ist und bleibt einfach ultracool – und das schon seit 1971, als Adidas mit dem Tennisspieler Stan Smith und Ilie Nastase, die sich 1972 in Wimbeldon gegenüberstanden. Unvergessen in dem Fashion Kult-Klassiker „The Royal Tennenbaums“ bekam der weiße Sneaker wieder Format. Als ihn 2013 auf ihrer Celine Fashionshow in Paris trug, wurde er wiedergeboren.

Ein Trench à la Inspektor Clousseau!

Den hätte ich letztes Jahr noch nicht ausgewählt – habe ich aber in dieser Saison wieder Lust drauf und auch dieses Piece geht nie „out of Style“! Wie eine Art Tarnmantel kann man gleich eine ungeheure Geschäftigkeit vortäuschen und ist auch im Job gleich gut aufgestellt anstelle eines Blazers. Ein guter Trench ist lässig und streng zugleich. Als „The one and only“ ein perfekter Allrounder. Möchte man in ein Modell von Burberry investieren, braucht man keinen weiteren Trench mehr in seinem Leben.

Tasche

Ja, das ist nun ein echtes Statement. Sag mir, welche Tasche Du trägst und ich sage Dir, wer Du bist. Von daher entscheide ich mich für einen ultraleichten Shopper in schwarz, dezent gelabelt und völlig unaufgeregt. Hier passen Akten, Laptop sowie auch mal die Shoppings vom Supermarkt rein. Ich liebe es in den Untiefen meiner schwarzen Tasche nach Schlüssel und Handy zu wühlen. Gern greife ich dann in verklebte Haarnadeln, ein Pfefferminzbonbon oder zerlaufene Schokolade, die mein Sohn mir heimlich in die Tasche gestopft hat.

Die Creme

Wunschliste

Heiße Daune

Den Schal sparen wir uns hier. Mantel mit XXL-Kragen von Comma, ca. 230 Euro
Herbsttöne: rostrote XXL-Jacke mit abnehmbarem Kunstfellkragen, gerafften Ärmeln und breiten Rippchenbündchen. Von H&M – Design Award 2016 Hannah Jinkins. Stiefel im Cowboy-Stil von H&M Studio Collection
Sportlich, praktisch, gut. Wasserfester Steppmantel von Camel Active, ca. 200 Euro
Doppelt hält besser: Daunenjacke mit Schal- plus Stehkragen. Von Laurèl, ca. 650 Euro

12

Ich bin da gar nicht so schwierig und bleibe gern bei Marken, wie Barbor Cosmetics oder Roche Posay. Wenn es aber nur eine sein soll – dann wähle ich die Eight Hour Creme von Elisabeth Arden – die ist multifunktional einsetzbar, zaubert sofort Knitterfalten unter den Augen weg, sorgt für Glow auf Lippen und Wangen und in die Nase geschmiert schützt sie mich vor fiesen Bakterien im Flieger. Der Geruch ist einfach und clean und erinnert an Kindheit, Strand in Grömitz und einen ziemlich großen Sonnenbrand.

Das sind meine Super-Basics und es tut gut, sich immer wieder auf das Wesentliche zu reduzieren. Innerlich wie äußerlich und zum Jahresauftakt doch eigentlich eine ganz gute Idee, oder?

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