Beauty-Tipp

Locken pflegen – und zwar richtig!

Jeder Lockenkopf kennt das Problem: Oft sind die Haare kraus und die Spitzen trocken. Doch das muss nicht sein. Zwar brauchen Locken – anders als glatte Haare – eine besondere Pflege. Doch mit ein paar Tricks kriegt man die von Natur aus gegebene voluminöse Haarpracht voll zur Geltung. Wir zeigen Ihnen wie das funktioniert

  Rihanna

Locken pflegen leicht gemacht

Viele Menschen mit lockigen Haaren wünschen sich kürzere Haare. Um zu verstehen, welche Pflege für welches Haar genau richtig ist, muss man einen Blick auf die Haarstruktur werfen. Denn genau hier liegt der Schlüssel für weiches und glänzendes Haar. Trotz Locken.

Locken

Kleine Kräusel-Kunde

01.11.2015

  Nicole Kidman, Martina Ochs, Bettina Hetzenecker

Ein bisschen Theorie: Aufbau des (lockigen) Haares

Jedes Haar eines Menschen besteht zu einem großen Teil aus dem wasserunlöslichen Faserprotein Keratin, das dafür sorgt, dass unsere Haare schön fest sind und nicht abbrechen.

Zudem besteht ein einzelnes menschliches Haar aus zwei Schichten. Die äußerste Schicht wird als Cuticula bezeichnet, die wie kleine Platten über der zweiten Schicht, der sogenannten Cortex, angeordnet sind und sie vor äußeren Einflüssen schützt. Jene Platten sind so angeordnet, dass sie – wenn man sie unter dem Mikroskop anschauen würde – optisch an einen Tannenzapfen erinnern.

Liegen diese Plättchen nah beieinander, wird Licht besser reflektiert. Tun sie das nicht, wirkt das Haar matter, ist trockener und fasst sich spröde an.

Deutlicher wird dieser optische Vorgang, wenn man sich einen Spiegel vorstellt, der das Haar symbolisieren soll: Hält man eine Lampe auf den Spiegel, sieht man den Lichtkegel komplett. Ist der Spiegel kaputt und zeigt Risse, sieht man das Licht nicht mehr vollständig. Genau diese Problematik ist beim lockigem Haar von Natur aus gegeben, denn hier ist das Haar gekrümmt, und es liegt ein größerer Abstand zwischen den Plättchen.

Camila Alves

Was für eine Lockenpracht!

  Camila Alves-McConaughey ist mit ihrer Lockenpracht wirklich gesegnet. Mit der Formbarkeit ihrer Haare kann sie von supercurly bis zu weichen Wellen jede Lockenvariation wunderbar tragen.
  Blake Livelys blonde, lange Mähne wird mit Locken und ordentlich Volumen ein noch schönerer Hingucker, als sie sowieso schon ist.
  Zu ihren bordeauxfarbenen, glänzenden Glamour-Locken kombiniert Natalie La Rose ein gleichfarbiges Kleid. Diese Kombination passt besonders gut zu ihren baunen Augen und dunkleren Teint.
  Danielle Cormback mit einer Dip-Dye-Lockenpracht bei der Starwars Premiere in Australien.

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Locken pflegen – und zwar richtig:

Mit diesen Tipps bringen Sie Ihre Lockenpracht am schönsten zur Geltung

  • Stichwort: Feuchtigkeit. Die Cuticula von lockigem Haar braucht ein feuchtigkeitsspendendes Shampoo. Durch die Feuchtigkeit werden die Plättchen geschmeidig und rücken näher aneinander heran, was Helligkeit leichter reflektieren lässt. Die Haare glänzen somit
  • Die Dosis macht das Gift. Zwar brauchen Locken eine besondere Pflege. Das bedeutet allerdings nicht, dass man es übertreiben sollte. Dadurch beansprucht man die Haare noch mehr und bewirkt das das Gegenteil. Die Haare sind schnell trocken und haben Spliss
  • Nicht viel bürsten oder gar trockenrubbeln! Lockige Haare sind sensibel, durch zu heftiges Bürsten beschädigen Sie nur ihre Zellstruktur. Daher gilt: lieber das nasse Haar ausdrücken und das Wasser mit leichtem Druck rauspressen
  • An der Luft trocknen oder mit dem Föhn? Ob man seine Locken föhnen oder an der Luft trocknen, kommt ganz auf das gewünschte Styling an. Die Haare an der Luft zu trocknen, ist zwar schonender und machen Locken noch lockiger. Der Föhn ist dafür aber viel schneller. Mit ihm ist darüber hinaus ein definierteres Styling möglich
  • Verwenden Sie speziell für Locken geeignetes Haarspray! Dadurch bekommen ihre Haare noch mehr Sprungkraft. Das sollten Sie allerdings nicht zu oft machen, denn die Partikel des Sprays lagern sich an den Haaren ab und sorgen dafür, dass die Haare an Spannkraft verlieren
  • Bürsten töten Locken! Durch die Borsten werden Locken nämlich einfach herausgebürstet und strapazieren das Haar unnötig. Daher lieber mit einem grobzackigen Kamm aus Naturhorn durch das noch feuchte Haar gehen und die Locken so entwirren
  • Verwenden Sie Bürsten aus Naturhorn! Horn enthält wie das Haar Kreatin und sorgt dafür, dass sich das Haar nicht statisch auflädt

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