Roberto Cavalli
© CoverMedia Roberto Cavalli

Roberto Cavalli Michael Kors kopiert nur

Modedesigner Roberto Cavalli regte sich über seinen amerikanischen Kollegen Michael Kors auf, der angeblich fremde Ideen klaue

Roberto Cavalli, 73, ist nicht gut auf Michael Kors, 54, zu sprechen.

Der italienische Modemacher ist für seine scharfe Zunge bekannt, die schon über Kollegen wie Giorgio Armani, 79, und die Designer von Dolce & Gabbana richtete. Nun nahm er Kors ins Visier: "Herr Michael Kors - der kopiert doch alles", wetterte der Experte im Gespräch mit "Haute Living Miami". "Es ist ein Skandal und keiner hat den Mut, etwas zu sagen. Es ist einfach nicht fair."

Kors zeigte bei seiner aktuellen Show in New York gut geschnittene Mäntel sowie Blusen und Kleider, die bis zum Schienbein reichten. Der Modeschöpfer wollte damit "richtige Frauen" einkleiden, die ein wenig kurviger als die mageren Models sind. Er wurde für seinen Ansatz sehr gelobt. Aber nicht von Cavalli, der dennoch zugeben muss, dass die Sachen, die auf dem Laufsteg gezeigt werden, wiederum von Ladenketten kopiert werden. "Man hat Designer und man hat Zara, die zu billigen Preisen verkaufen, also erwartet man, dass kopiert wird."

Obwohl Roberto Cavalli für seine teure Mode bekannt ist, die mit wilden Mustern aufwartet, findet er es schwierig, wie besessen manche vom Laufsteg seien. Frauen sollten nicht dazu verleitet werden, Dinge zu kaufen, sondern man sollte auf ihre Bedürfnisse eingehen: "In der Mode geht es nur noch um Geld. Da gibt es keine Entwicklung mehr. Im 18. und 19. Jahrhundert veränderte sich die Mode alle zwanzig Jahre. Es gab dann total neue Silhouetten. Heute gibt es kaum Kreativität. Seit den fünfziger Jahren gibt es nichts Neues mehr, außer vielleicht Sneaker", kritisierte Roberto Cavalli.