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Chanel Traumhafte Couture-Show

Mode-Zar Karl Lagerfeld zeigte seine neuesten Haute-Couture-Kreationen für Chanel in einem märchenhaften Wald

Die fantastische Laufstegkulisse, vor der Karl Lagerfeld (79) seine Haute-Couture-Kollektion in Paris präsentierte, erschien ihm in einem Traum.

Der Kreativ-Chef des französischen Luxus-Labels Chanel stellte seine neuesten Haute-Couture-Kreationen in dieser Woche zur Schau und präsentierte dem Publikum eine Version von Shakespeares 'Sommernachtstraum' im Gothic-Style. Die Models flanierten in einem extra für die Show entworfenen Garten zwischen stark belaubten Bäumen in Spitzen- und Tüllkleidern umher. Ein düsteres 'Smokey Black Eye'-Make-up kontrastierte mit den hellen Kleidern der Grazien.

"Da war ein magischer Wald sowie ein antikes Holztheater - also etwas total Unreelles. Ich sah es in meinen Träumen, daraufhin zeichnete ich es und gab es meinen Männern, die meine Kulissen bauen. Ich denke, es hat wunderbar funktioniert", erklärte der Modeschöpfer im Interview auf "telegraph.co.uk". "Mir gefiel die Idee, dass mehrere Mädchen gleichzeitig herumliefen und es nicht die gewöhnliche Laufstegsituation gab - eine nach der anderen in einer militärischen Geschwindigkeit. Das war ein viel romantischerer Laufsteg."

Viele der Models trugen Jacketts, die in Form von Mini-Capes kamen und an die berühmten Chanel-Tweedstoffe erinnerten: "Es gibt auch Silber- und Goldtöne und dumpfes Weiß in diesem Material, aber das ist nicht Tweed. Es sind gewebte Bänder aus Seide, Tüll und Satin. Man muss sehr nah herangehen, um das zu erkennen. Aus der Ferne denkt man, es ist der Chanel-Tweed, aber es hat nichts damit zu tun. Sie sind überaus leicht und sie sind alle handgefertigt. Keines dieser Materialien kann man in einem Geschäft kaufen. Ich liebe Verzierungen; ich finde es gut, Spitze zu machen, die wie ein Print aussieht. Das ist der Höhepunkt der Eleganz und keiner denkt, dass man für die Herstellung des kleinen Kleides mit den Blumen 2.000 Stunden braucht", fügte Lagerfeld hinzu.

Eine schwarze schimmernde Robe zählte dank ihrer Millionen Pailletten zu den Highlights der Kollektion. Viele Models trugen auch Spitzenschuhe, die bis zu den Knien hinauf reichten. Einige der Exemplare wiesen offene Zehenpartien auf und waren hauteng. Couture sei eben dazu da, um mit extravaganten Ideen zu spielen, wie der Mode-Zar verlauten ließ: "Ich finde die Idee gut, hohe Boots zu verwenden, die aber offen wie Sandalen sind … Alles soll die absolute Spitze der Raffinesse sein, sonst hat Couture kein Recht zu existieren. Ich finde es toll, wenn sich Verrücktheit mit Disziplin vereint!"

Am Ende der Show schickte der Star zwei weibliche Models in Hochzeitskleidern den Laufsteg entlang: Sie hielten sich an den Händen und ein kleines Kind begleitete sie. Diese Szene brachte offensichtlich Lagerfelds Einstellung gegenüber der gleichgeschlechtlichen Ehe zum Ausdruck: "Ich verstehe es einfach nicht, warum Leute, die zusammen leben, nicht die gleiche Sicherheit haben können, wie die bürgerlichen Menschen, die verheiratet sind. Zwei Frauen, die heiraten -  das finde ich natürlich, und zwei Mütter zu haben, ist eine tolle Sache", machte Karl Lagerfeld seinen Standpunkt gegenüber "Reuters" klar.

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Traumhafte Couture-Show
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Mode-Zar Karl Lagerfeld zeigte seine neuesten Haute-Couture-Kreationen für Chanel in einem märchenhaften Wald
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2013-01-24T11:30:00+0100
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