Yves Saint Laurent + Kunstauktion Begehrte Kunstschätze

Die wertvolle Kunstsammlung des verstorbenen Modeschöpfers Yves Saint Laurent erzielt bei der Auktion im Pariser Grand Palais Rekord-Erlöse

Schon am ersten Tag war die sogenannte Jahrhundert-Auktion im Pariser "Grand Palais" ein voller Erfolg: 206 Millionen Euro wurden erwirtschaftet. Damit erzielte Yves Saint Laurents Sammlung von Kunstschätzen jetzt schon mehr Einnahmen als je eine Privatsammlung zuvor.

Das höchste Gebot des gestrigen Abends erzielte das Gemälde "Les coucous, tapis bleu et rose" von Henri Matisse mit 32 Millionen Euro. Picassos Bild "Musikinstrumente auf einem kleinen Tisch" fand hingegen keinen Käufer, der Mindestpreis von 25 Millionen Euro konnte nicht erreicht werden.

Yves Saint Laurents Lebensgefährte Pierre Bergé war jedoch nicht traurig darüber: "Die Versteigerung hat nicht nur eine unerwartete Summe eingebracht, ich bekomme auch noch einen Picasso obendrein", sagte Bergé. Für ihn haben die Kunstobjekte ohne Yves Saint Laurent aber eigentlich keinen Wert mehr: "Ich glaube, dass die Gegenstände ein neues Leben kennenlernen müssen, neue Liebhaber finden, dass sie auf die Reise gehen müssen. Und das wird passieren." Insgesamt drei Tage dauert die Auktion an. Die Hälfte des Erlöses wird für Projekte zur Erforschung von Aids gespendet, die andere Hälfte geht an eine Stiftung, die das Werk des verstorbenen Modeschöpfers würdigen soll.

Der Gesamtwert aller Kunstwerke wird auf 300 Millionen Euro geschätzt. Die private Kunstsammlung von Yves Saint Laurent ist so groß, dass Christie's Paris nicht genug Platz für alle Gegenstände hatte und den "Grand Palais" mieten musste.

jan