So Sue
© Mirjana Goedicke/Sue Giers So Sue

So Sue Ode an den Zwiebel-Look

Unsere GALA-Kolumnistin Sue hat genug vom winterlichen, norddeutschen Schmuddelwetter. Luftige Kleider, Espadrilles und Sommertops müssen her - ein ewiges Dilemma. Wie also stylt man den frühlingsfrischen Look bei eisigen Temperaturen?

"To dress in layers", wie der Amerikaner so schön sagt, ist der wohl sinnigste Trend der Modegeschichte. Das heißt jetzt nicht Rock über Hose und drei Schichten an T-Shirts und Pullis, sondern gekonnt mit Längen und Stoffen spielen und kombinieren. Ein guter Look dafür ist die Röhre (immer gut bei kalten Temperaturen), darüber ein Oversize-Longshirt und darüber einen kürzeren Pullunder. Ebenfalls möglich ist eine dünne und darüber noch eine dicke Strickjacke. So kann man eine Schicht abwerfen, wenn die Sonnenstrahlen herauskommen.

Schummeln leicht gemacht: Eine dünne Daunenjacke unter einem leichten Sommer-Trench oder Field-Jacket hält warm, trägt kaum auf und passt locker als Knäuel in die Handtasche, wenn es doch wärmer als erwartet wird.

Socken in der Handtasche

Ein super Trick (bei mir eher ein Tick) sind auch dicke Kaschmir-Socken in Glitzersandalen. Geht vielleicht nicht unbedingt zum kleinen Schwarzen, durchaus aber zu einem coolen Cocktail-Outfit mit 7/8-Hosen und Seidenbluse. Ohnehin, Socken und Kniestrümpfe sind wunderbare Accessoires, um mit Akzenten zu spielen und gleichzeitig einer Verkühlung vorzubeugen. In meiner Handtasche warten immer Socken auf ihren Einsatz.

So Sue: Auffällige Prints sorgen bei Schietwetter für gute Laune. Die Chloé-It-Bag "Drew" dazu und zack - ist der Look fertig.
© Mirjana Goedicke/Sue GiersAuffällige Prints sorgen bei Schietwetter für gute Laune. Die Chloé-It-Bag "Drew" dazu und zack - ist der Look fertig.

Woll-Blazer und Mäntel in hellen oder auch wahlweise bunten Farben gehen immer, dazu das ultimative Musthave: die superweiche Lieblings-Mütze, die darf ganzjährig nicht fehlen. Ich kenne sogar Menschen, die mit ihrer Mütze schlafen. Verrückt. Aber manche Männer sind ja ohne Mütze und Bart gar nicht mehr zu haben. Mützen sind eben auch toll, um doofe Frisuren zu kaschieren, sie sind immer ein Statement und in grellen Farben stets das I-Tüpfelchen. Echte Alleskönner, quasi.

Ohne Unterhemd, ohne mich

Zu guter Letzt, Hand aufs warme Herz: Niemals niemals niemals, auch nicht im Sommer, gehe ich ohne Unterhemd aus dem Haus. Vorzugsweise trage ich Männerunterhemden in Rippstrick oder, wenn es sehr kalt ist, darf es ein Angora-Hemdchen von Medima sein. Getreu dem Motto meiner geliebten Omi: "Kindchen, die Nieren müssen immer schön warm sein!" Recht hat sie.

So Sue: Indoor kann man auch jetzt schon Espadrilles tragen - wenn auch zum kuscheligen Rollkragenpullover.
© Mirjana Goedicke/ Sue GiersIndoor kann man auch jetzt schon Espadrilles tragen - wenn auch zum kuscheligen Rollkragenpullover.

Mein aktueller Lieblingslook: helle Jeans und meine Cortez-Sneaker in Feuerrot. Die erinnern mich an Rosen aus Athen und helfen mir, den Winterblues zu vertreiben. Obendrein gibt es hochprozentiges Vitamin D als Kautablette und viel Heiße Zitrone in modischem Knallgelb oder literweise Ingwerwasser.

Stay tuned,

eure Sue