So Sue

Kleiderschrank-Detox

Genauso, wie es die Jahreszeiten gibt, gibt es auch einen Szenenwechsel in meinem Kleiderschrank. Der ist begehbar und dort hängen nicht nur alle meine Klamotten sondern auch lauter Erinnerungen

So Sue: Kleiderschrank-Detox

Man möchte meinen, dass es mir (als Modeprofi) leicht fallen würde, mich von meinen „Schätzen“ zu trennen. Das ist aber ganz und gar nicht der Fall. Es fällt mir sehr schwer: Zum Einem, weil wirklich viele Erinnerungen in meinen Sachen stecken, zum Anderen; weil ich glaube, dass sich alles in der Mode wiederholt und ich es dann schmerzlich vermissen würde. Das ist zwar bislang noch nicht passiert – aber wer weiß. Außerdem habe ich zwei Mädchen und die 70iger-Jahre-Styles, die ich von meiner Mami habe, hüte ich wie Frodo den goldenen Ring.

Closet-Detox? Nicht für mich!

Ich hasse es, wenn ich all die Regeln für einen Closet-Detox lese.... Dass ich alles auf 3 Stapel legen soll.... Dass alles weg muss, was ein Jahr nicht getragen wurde... Das klingt so grausam und ich finde das auch seelenlos – schließlich habe ich viel Zeit und Geld damit verbracht, dieses Kleid oder jene Bluse zu entdecken. Manchmal bin ich eine ganze Saison um ein Teil herumgeschlichen, um dann, wie die Katze um die Maus, im Sale im richtigen Moment zuzuschlagen.

Aber nun gut, es gibt auch fashiongesteuerte Impulskäufe, die ein Fehler waren und auch in meinem Kleiderschrank ist nicht unendlich viel Platz. Schließlich sollen die Sachen ja auch luftig hängen. Also auch Ausmisten – und zwar regelmäßig bei mir. Das mache ich nicht saisonal sondern partiell: Wenn ein neues Teil reinkommt, muss ein altes dafür weg. Das hilft mir sehr bei meiner Kaufentscheidung.

Denn ich muss mich fragen: ist dieser Sweater wirklich so viel besser als der, den ich schon im Schrank habe? Das ist für mich ein super Korrektiv und ich versuche mich wirklich daran zu halten. Um einen Überblick über den Inhalt meines Kleiderschrankes zu behalten, hänge ich (wie in einem Shop) regelmäßig um. Je öfter ich meine Sachen in die Hand nehme desto besser das Gefühl, was wirklich vorhanden ist oder vielleicht noch fehlt.

So Sue: Kleiderschrank-Detox


Ich sortiere gern nach Farben – auch da frage ich mich des Öfteren: Wie viele Streifenblusen kannst Du eigentlich tragen? Das gleiche gilt übrigens auch für hellblaue Blusen – und schwupp schon wieder ein paar Blusen weniger im Schrank. Das geht munter so weiter. Wenn ich ein paar Teile zusammengesammelt habe, benutze ich gern den Concierge Service von Rebelle. Das geht super schnell und meine alten Lieblinge sind aus der Schusslinie. Denn wenn die Tüte zu lange hinterm Schrank steht, krame ich sukzessive gern wieder alles raus. So bleibt mein Schrank immer in Bewegung und erneuert sich nicht plötzlich aber langsam. Meine neuste Regel: Für ein verkauftes Teil bei Rebelle darf ich mir beim nächsten Paris Trip ein Neues kaufen – das hält jetzt nicht nur meinen Schrank, sondern auch mein Konto im Gleichgewicht.

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