Scherer González
© PR Scherer González

Scherer González Seidige Verführung

Warum die Roben des Berliner Mode-Labels "Scherer González" nun sogar in Hollywood bekannt sind

Wer fragt, warum sich "Scherer González" von anderen jungen Berliner Labels unterscheidet, bekommt eine simple Antwort: Sie haben den berühmtesten Fan.

Dass Eva Longoria für ihre Moderation der "Alma Awards" im August 2008 ein Couture-Kleid des deutschen Designer-Duos wählte, scheint Paul Scherer und Constanze G. González bis heute unwirklich: "Es war ein fantastisches Gefühl. Und ohne die Mercedes-Benz Fashion Week wäre das nie passiert", erzählt Scherer, "Erst durch unsere Modenschau in Berlin ist Evas Stylist auf uns aufmerksam geworden. Wir haben ihr das Kleid geschickt – und gehofft, dass es ihr nicht zu lang ist."

Nach dem gemeinsamen Design-Studium am Lette-Verein waren die beiden Mode-Kreativen 2003 mit Auftragsarbeiten für diverse Kunden gestartet, um nur ein Jahr später die Gründung der eigenen Firma zu finanzieren. Seitdem entstehen in der hauseigenen Meisterschneiderei jedes Jahr zwei Prêt-à-porter-Kollektionen und aufwendige Couture-Kleider.

Im Sommer sind es vor allem neonfarbene Graffitidrucke auf Seide und transparente Plateau-Schuhe mit Stoffblumen, die der Kollektion zusammen mit grellen Tönen wie Giftgrün, Aqua und Lila ihren starken, ungewöhnlichen Charakter verleihen. "Edle Couture und urbane Rebellion passen einfach fantastisch zusammen", erklärt Constanze G. González. Genau dieser Stilmix ist es, der ihre Mode spannend macht: Vivienne Westwood trifft Oscar de la Renta, Neukölln den Monbijou-Platz. "Berlin kann längst mehr als Jeans-und-T-Shirt-Look, hier gibt es richtig schicke Mode", sagt Scherer. Gut so. In Jeans und T-Shirt hätte Eva Longoria wohl kaum die Bühne betreten.

Lena Elster

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