Das moderne Design zeigt 31 Blütenknospen. Dazu wurden 1300 Diamanten, Brillanten und polierte Mondsteine in eine Struktur von Blättern und Zweigen gebracht. DIe Farben sollen zusammen mit den Licht- und Schatteneffekte einem Sternenhimmel um Mitternacht nachempfunden sein. Daher auch der Name.
Wie viele Stücke, die am schwedischen Hof getragen werden, stammt die Tiara aus dem Nachlass von Margaret von Connaught. Sie heiratete Anfang des 20. Jahrhunderts den damaligen Kronprinzen Gustaf Adolf von Schweden und bekam die Tiara vermutlich zu ihrer Hochzeit geschenkt. Ihr Schmuck wurde nach ihrem Tod unter ihren Kindern aufgeteilt. Die Tiara ging an ihren Sohn Prinz Bertil, der nach vielen Jahrzehnten "wilder Ehe", 1976 seine Langzeitlebensgefährtin Lilian heiraten konnte.
Das mit Diamanten und Perlen besetzte Schmuckstück kam über Schweden und Dänemark nach Griechenland. Königin Victoria von Schweden, der Frau von Gustaf V. war vermutlich die erste Besitzerin. Königin Ingrid von Dänemark, eine gebürtige Prinzessin von Schweden, erbte es. Zum 18. Geburstag schenkte sie das Diadem ihrer jüngsten Tochter Anne-Marie, die Königin von Griechenland wurde.
Die Königin selber trug die Tiara mit den diamentenen Blüten, die sie von ihren Eltern bekommen hat, allerdings selten. Heute sieht man sie vor allem an Prinzessin Marie, die sie gerne mit einer Hochsteckfrisur kombiniert.
Wer dieses Schmuckstück entworfen hat, ist aber genauso ein Rätsel wie der Ursprung der Steine. Viele royale Fans gehen davon aus, dass es zu einer Schmuckgarnitur gehört, die sich die Queen aus Aquamarinen fertigen ließ, die sie kurz nach ihrer Thronbesteigung vom brasilianischen Volk geschenkt bekam.
Das funkelnde Schmuckstück, das auch unter dem Namen "Königin Maud Perlen und Diamanten"-Tiara bekannt ist, lässt sich - je nach Anlass und Frisur - in zwei Varianten tragen. Märtha Louise trägt hier die "kleine" Version ohne den prunkvollen, diamantenbesetzten Mittelteil.
Das Ungewöhnliche: Das Diadem wurde ursprünglich für einen Männerkopf, nämlich für George IV., entworfen. Der britische Monarch hatte einen für damalige Verhältnisse extravaganten Geschmack und wollte seine Krönung unter anderem mit dem Diamant-Diadem zu etwas Besonderem machen.
Für die Saphire-Tiara mit dazugehöriger Brosche arrangierte der Pariser Juwelier Mellerio 655 Diamanten und 33 Saphire zu einem sehr variablen Schmuckstück, das Königin Emma um 1880 von ihrem Mann König Willem III. bekam.
Das Diadem soll ein Hochzeitsgeschenk von General Franco zur Hochzeit von Juan Carlos von Spanien mit der griechischen Prinzessin Sofia 1962 gewesen sein.
Es soll 1873 ein Hochzeitsgeschenk an Maria Theresa von Portugal zu ihrer Vermählung mit Erzherzog Karl Ludwig von Österreich gewesen sein, weshalb es auch "Habsburg Diadem" heißt. Maria Theresas Tochter Elisabeth Amalie heiratete Alois von Liechtenstein und brachte das Diadem mit in die Familie.
Königin Margarethes andere Enkeltöchter, Josephine und Athena, haben bis zu ihrem fünften Geburtstag noch einige Jahre Zeit. Dann werden sie sicherlich von der Großmutter auch ein Schmuckstück bekommen.
Schon Máximas Schwiegermutter, Königin Beatrix trug den Rubinen-Schmuck als Kronprinzessin.
Das zarte Bandeau gehörte ursprünglich Königin Maud von Norwegen, der Urgroßmutter von Mette-Marits Mann Haakon. Die norwegische Kronprinzessin bekam es 2001 zu ihrer Hochzeit.
Angefertigt wurde sie vom Brüsseler Juwelier Altenloh.
Cartier Paris hat dieses schöne Stück für ihre Großmutter Prinzessin Charlotte aus Platin und Weißgold angefertigt.
Tatsächlich besitzt Mathilde von Belgien nur diese eine Tiara. Sie wurde 1912 von den Londoner Juweliere Hennel & Sons aus 631 Diamanten gefertigt und kann, aus dem Rahmen herausgenommen, sogar als Halskette getragen werden
Die Tiara, die Madeleine 2010 zur Hochzeit ihrer Schwester Victoria trägt, wird aufgrund ihrer diamantbesetzten Schleifen auch "Vergissmeinnicht"-Tiara genannt. Damit passt sie ideal zur Farbe von Madeleines Robe. Die Tiara war ein Hochzeitsgeschenk an Prinzessin Margaret von Connaught, die Erbprinz Gustav Adolf von Schweden heiratete. Auch im dänischen Königshaus gibt es, durch die engen verwandtschaftlichen Bande der Familien, einige Schmuckstücke aus dem Nachlass von Margaret von Connaught.
Rund 30 Jahre war das Diadem aus dem Nachlass von Königin Beatrix' Großmutter Wilhelmina auf keinem königlichen Kopf mehr gesehen worden. Prinzessin Máxima verhalf ihm schon 2009 zu einem glanzvollen Comeback.
Zu ihrer Krönung 1953 bekam Königin Elizabeth II. vom brasilianischen Volk eine Diamant-Halskette mit einem besonders großen, tropfenförmigen Aquamarin in der Mitte und passenden Ohrringen. Beim Hofjuwelier ließ sie 1957 die passende Tiara fertigen und erweiterte damit ihre mehr als 100 Teile große, private Schmuckkollektion.
Madeleine kombiniert zwei der edlen Schmuckstücke miteinander: Kunstvoll im Haar drapiert trägt die Prinzessin die "Vier-Knopf"-Tiara. Sie soll im 19. Jahrhundert aus vier diamantenbesetzten Uniformknöpfen von König Carl Johann von Schweden gefertigt worden sein. Um den Hals gelegt hat Madeleine eine aus Diamanten gefasste Tiara, die ihre Mutter, Königin Silvia, zum 10. Hochzeitstag 1986 geschenkt bekam.
Marys über 200 Jahre alte Schmuckgarnitur besteht aus einem mit Rubinen besetzten Diadem, einer Kette, einer Brosche und einem Ring. Kronprinz Frederik erbte die Juwelen im Jahr 2000 von seiner Großmutter, Königin Ingrid. Sie wollte sicherstellen, dass die künftige Königin von Dänemark sie trägt. Und Mary hält den Rubinschmuck in Ehren. Sie trägt ihn vor allem zu großen, repräsentativen Anlässen.
Der Choker sorgte bei vielen Auftritten für Aufsehen, so auch bei Dianas legendärem Tanz mit John Travolta im "East Room" des Weißen Hauses im November 1985. Ursprünglich gehörte der leuchtende Saphir in der mit Diamanten besetzten Fassung zu einer Brosche, die die Prinzessin von Königinmutter Elizabeth ("Queen Mum") 1981 zur Hochzeit mit Prinz Charles bekommen hatte. Diana ließ sie umarbeiten und schuf so eines der Prunkstücke ihrer privaten Schmuckkollektion, die ihre Söhne erbten.
Später am Abend tauschte die Braut den Kopfschmuck und zeigte sich mit dem preußischen Mäander-Diadem, das schon Georg Friedrichs Großmutter Kira 1938 bei ihrer Hochzeit getragen hatte.
Das Familienerbstück, das wegen seiner Form auch "Sonnenstrahl"-Diadem genannt wird, war ein Hochzeitsgeschenk an Victoria von Baden, die 1881 Gustav V. von Schweden heiratete und schwedische Königin wurde.
Zur Hochzeit mit Kronprinz Felipe von Spanien 2004 hatte sie es zum ersten Mal von ihrer Schwiegermutter, Königin Sophia, geliehen bekommen. Das Diadem hat eine bewegte Geschichte: Der deutsche Kaiser Wilhelm II. schenkte das aus Platin und Brillanten gefertigte Schmuckstück seiner Tochter Victoria Luise zur Hochzeit mit Ernst August von Hannover. Als ihre Tochter Friederike 1938 den späteren König von Griechenland heiratete, ging es an sie. Und Friederike übergab das Diadem wiederum an ihre Tochter Sophia, als sie 1962 Juan Carlos von Spanien heiratete.
Die Tiara besteht aus verschnörkelten Kaskaden, die in einem zentralen Diamantornament münden. Die Mutter der Queen erhielt sie von ihrem Mann König Georg VI. kurz vor ihrer Krönung 1936. Queen Elizabeth bekam die "Halo" zum 18. Geburtstag. Passend zur Tiara wurden die Ohrringe, Geschenke von Catherines Eltern, entworfen. Sie zeigen ein vom Familienwappen der Middletons inspiriertes Eichel-Motiv.
Die Tiara war ein Hochzeitsgeschenk von König Edward VII. von England an seine Tochter Maud, als diese 1896 Harald, den künftigen König von Norwegen, heiratete. 1993 musste die Tiara allerdings durch ein Replikat mit ähnlichen Perlen und Steinen ersetzt werden. Das Original war bei einem Juwelier in London gestohlen worden, der es reinigen sollte.
Die angehende dänische Prinzessin ist, wie ihr Schwiegervater Prinz Henrik, gebürtige Französin. In ihrem Verlobungsring aus breitem Grönland-Gold bilden ein Rubin, ein Saphir und ein Diamant die Farben Frankreichs. Es heißt, dass ihr Zukünftiger darauf bedacht gewesen sei, dass Maries Ring nicht zu sehr dem seiner ersten Frau Alexandra ähnelt.
Das Diadem ist mit sieben unterschiedlich großen Kameen besetzt, die sich in Farbe und Motiv unterscheiden. Victoria setzte damit eine Tradition des schwedischen Königshauses fort: Ihre Mutter und Tanten hatten sich ebenfalls für das Kamee-Diadem zu ihrer Trauung entschieden. Die französische Kaiserin Josephine bekam es von ihrem Mann Napoleon I. Durch die Hochzeit von Josephines Enkelin mit Oskar I. von Schweden und Norwegen kam das Diadem 1823 an den schwedischen Hof.
Der Ring mit dem ovalen, 18-Karat-Saphir gehörte Catherines verstorbener Schwiegermutter, Prinzessin Diana. Sie hatte ihn zur Verlobung mit Prinz Charles 1981 aus der Kollektion des Hofjuweliers persönlich ausgewählt. Er wurde - und das ist für einen royalen Ring ungewöhnlich - nicht extra für Diana entworfen. Der zentrale Stein ist mit Brillianten umgeben und in Weißgold gefasst. Aus Dianas Nachlass stammen auch die zum Ring passenden Saphir-Ohrringe, die Catherine unter anderem auf ihrer USA-Reise im Juli 2011 trug.
Außer den 27 großen Diamanten, die in einem leichten Platinrahmen in Stirnbandform gefasst wurden, gibt es keine Verzierung. Doch die Steine sind besonders edel: Zusammen kommen sie auf mehr als 100 Karat. Königin Emma, die Urgroßmutter von Königin Beatrix, erhielt sie 1879 als Hochzeitsgeschenk ihres Volkes.
Die Tiara stammt aus dem Nachlass der Königinmutter Elizabeth. Sie wurde vom französischen Juwelier Boucheron im Jahr 1921 für Dame Margret Greville, einer Freundin der Königinmutter, gefertigt. Dame Margret hinterließ Queen Mum ihren Schmuck, darunter die Tiara und das mehrreihige Art-déco-Collier, was Camilla in Uganda ebenfalls trug.
Die ältesten Smaragde stammen aus dem Jahre 1723 und waren ein Geschenk von König Christian VI. an seine Frau Sophie Magdalene zur Geburt eines Thronfolgers. Eine Besonderheit: Weil das Schmuckensemble aus Brosche, Diadem, Kette und Ohrringen Teil der dänischen Kronjuwelen ist, darf es das Land nicht verlassen. Auch nicht mit der Königin.
Das mit Perlen besetzte Diadem aus dem 19. Jahrhundert hatte die Königin schon 1966 auf ihrer Hochzeit mit Claus von Amsberg getragen. Damals hatte sie zum Brautschleier die große Diademvariante mit Ornamenten gewählt. Für das Ja-Wort von Mary und Frederik wählte Beatrix eine dezentere Tragevariante.
Aber zur alljährlichen Parlamentseröffnung setzt sich die Monarchin diesen schwergewichtigen Teil der Kronjuwelen aufs Haupt. Zur ihrer Krönung 1953 wurde die "Imperial State-"Krone feminier und leichter gemacht. Dennoch wiegt sie stolze 900 Gramm und verleiht ihrer royalen Trägerin 31 Zentimeter mehr Größe. Ein echtes Kronjuwel ist der große Diamant an der Vorderseite, der "Second Star of Africa". Er ist 317 Karat schwer.
Catherine setzte damit eine Windsor-Familientradition fort: George VI. schenkte das Diamant-Ahornblatt seiner Frau Königin Elizabeth vor einer Kanadareise 1939. Als die Queen 1951 zum ersten Mal nach Kanada reiste, bekam sie die Brosche von ihrer Mutter geliehen. Und auch Camilla, Herzogin von Cornwall, trug das funkelnde Ahornblatt bei ihrer Kanada-Premiere an der Seite von Prinz Charles 2009.
Mathilde erhielt das aus 631 Diamanten bestehende Diadem mit der typischen Form als Geschenk des belgischen Adels 1999 zu ihrer Hochzeit mit Prinz Philippe. Seither variiert die Prinzessin die Trageart und passt sie ihrem anderen Schmuck und Stil an, so wie hier 2011 bei der Hochzeit von Prinz William in London.
Es besteht aus Rotgold mit 1237 Diamanten (56 Karat) und sechs birnenförmigen, weißen Perlen. Als Geschenk erhielt die Fürstin außerdem zwei moderne Tiaren, die "Diamond Foam" und "Ocean". Beste Voraussetzungen also, um mit erlesenem Schmuck auch bei royalen Events zu glänzen.
Sonjas Diadem, das auch "Kaiserin Josephine Smaragd Diadem" genannt wird, enthält mehrere Steine in einem neoklassischen Rautemuster. Dazu passen die Kette, Ohrringe und Broschen. Sonjas Schmuckstücke und die "Leuchtenberg Saphire"-Garnitur des schwedischen Königshauses sind eng verbandelt. Beide stammen ursprünglich aus dem Besitz des französischen Kaiserhauses und kamen durch royale Hochzeiten in die Familie.