Penélope Cruz, Monica Cruz, mary-kate olsen, ashley olsen
© Wireimage.com Penélope Cruz, Monica Cruz, mary-kate olsen, ashley olsen

Olsen + Cruz Nicht ohne meine Schwester

Wilder Label-Mix gegen feurige Sinnlichkeit: die Amerikanerinnnen Mary-Kate und Ashley Olsen und die spanischen Schwestern Mónika und Penélope Cruz im Fashion-Vergleich

Mary-Kate und Ashley Olsen signieren ihr Buch "Influence" in New York
© Getty ImagesMary-Kate und Ashley Olsen signieren ihr Buch "Influence" in New York

Eins plus eins macht zwei?

Zu simpel. Das stilistische Gleichnis der Zwillingsschwestern Mary-Kate und Ashley Olsen ist komplexer, emotionaler, überraschender.
Sie sind Lieblingsgäste internationaler Fashion Weeks, blicken regelmäßig mit großen Augen von den Titelblättern wichtiger Modemagazine, führen das eigene Milliarden-Imperium und die Mode-Labels "The Row" und "Elizabeth and James". Kurz: Mary-Kate und Ashley sind Stil-Ikonen mit nur 22 Jahren – das muss man erst mal nachmachen.

Vielleicht ist es das manchmal etwas seltsame, leicht überirdische Erscheinungsbild des zierlichen Schwesternpaares, das seine Faszination ausmacht. Zwischen Juwelen von H.Stern und Topshop-Kleidern, zwischen Vintage-Schätzen und Yves-Saint-Laurent-Roben mimen sie die unschuldige Lolita ebenso authentisch wie das Rock-Groupie mit verwischtem Lidstrich. Ihr Stil ist elegant, aber nie zu sexy, mädchenhaft, und immer mit lässigem Bruch. Ihr wichtigstes Werkzeug? Das Accessoire. Die Details von Kopftuch bis Fußkette formen das Gesamtkunstwerk Olsen.

Der Look ist die Summe aus feinen Details

Die experimentierfreudige Mary-Kate stylte sich zum Darling der Fashion-Welt. Giambattista Valli ist begeistert: "Mary-Kate liebt bizarre, riskante Looks. Dank ihrer starken Persönlichkeit schafft sie es irgendwie immer, dabei toll auszusehen."
Es ist genau dieses "Irgendwie", das den Stil der Schwestern beschreibt: Papas altes Holzfällerhemd mutiert mithilfe von Chanel-Römersandalen und roter Ray-Ban-Sonnenbrille zum Must-have ihrer Generation. Was Mary-Kate und Ashley tragen, wird Trend – egal, ob Dior-Tasche oder Starbucks-Becher. Ihre eigene Mode ist weder Marketing-Strategie noch Zeitvertreib, sondern guter Geschmack. "Tolle Mode verkauft sich selbst!", sagen die Schwestern, die ihre Namen hier bewusst außen vor lassen. Die Branche nimmt sie ernst, Zac Posen und Oscar de la Renta sind gute Freunde, und für ihr neues Buch "Influence" gewannen sie Größen wie Peter Lindbergh und Christian Louboutin als Interviewpartner.

Und die letzte Instanz? Die outet sich überraschenderweise als größter Fan. Über die Olsens in Chanel sagt Karl Lagerfeld: "Für einen Designer ist es inspirierend, seine Entwürfe von den richtigen Mädchen interpretiert zu sehen."Mode braucht eben Statements – und die liefern diese Schwestern doppelt!

Lena Elster

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