Michael Michalsky
© Getty Images Michael Michalsky

Michael Michalsky Macher Michalsky

Michael Michalsky initiierte mit der Stylenite das größte Offsite-Event der Mercedes-Benz Fashion Week Berlin. Im Interview spricht er über seinen Jeans- und Sneakers-Tick, Topmodels und sein erstes Parfüm

Die Zeitplan vor der großen Stylenite im Friedrichstadtpalast mit Shows von Lala Berlin, Kaviar Gauche und Michalsky hat sich verschoben und so kommt Michalsky eilig und brötchenkauend in den Backstage-Bereich. Dort, wo das Wella-Professionals-Team noch die Frisuren der Models für seine Show stylt, nimmt sich der Wahlberliner Michalsky trotzdem noch Zeit für ein Interview.

Der Designer, der für Labels wie Comme des Garcons, Lala Berlin und Kaviar Gauche schwärmt, erzählt ganz freimütig, dass es sich beim zuletzt erstandenen Must-have um eine Unterhose handele, die er heute auch trage. Komplett eingekleidet in Michalsky bis zu den Tchibo-Socken in seinen kultigen Red Wings, grinst der Designer über seinen Jeans- und Sneakers-Tick und erzählt, dass er sehr gerne den Modeblog LesMads.de lese.

Möchten Sie gerne mal einen Hollywood-Star in Michalsky-Mode auf den Laufsteg schicken oder was wäre der Thrill für die nächste Fashion Week?
Nein, das würde ich niemals machen, weil ich finde, Mode muss vorgeführt werden von Profis und das sind für mich Models. Ich finde natürlich Schauspielerinnen toll, die einen exklusiven Modegeschmack haben, aber Mode muss von Models präsentiert werden.

Wer ist momentan das deutsche Model mit dem größten Starfaktor?
Toni Garrn.

Sehen Sie internationales Potenzial bei GNTM-Gewinnerin Sara Nuru?
Nicht wirklich. Die Sara Nuru ist eine wirklich hübsche, die Casting-Models sind natürlich alle sehr sehr schön, das steht ganz außer Frage, aber die werden alle nicht im Highfashion-Bereich erfolgreich sein. Die werden schon viele Modenschauen machen, aber das ist eben ein anderes Level.

Wie sieht bei Ihnen ein normaler Arbeitstag aus, wenn nicht gerade Fashion Week ist?
Bei mir sieht jeder Tag anders aus und trotzdem immer gleich: Ich gehe immer um 9.30 Uhr ins Büro und bleibe meistens so bis 20 Uhr da. Ich reise auch viel, weil ich Auftragsarbeiten im Ausland mache. Und alle sechs Monate steht eine Fashion-Show an.

Werden Sie als bekannter Modedesigner auf der Straße oft angesprochen?
Nein, es gibt noch ein Privatleben und das schöne bei mir ist ja, dass sich Privat- und Berufsleben vermischen. Ich mache ja das, was ich immer machen wollte und viele Leute, mit denen ich arbeite, mit denen bin ich auch befreundet.

Wie groß ist ihr Kreativ-Team?
Das sind 5 Leute und meine Firma hat 25 Mitarbeiter.

Für ihre neue Kollektion haben sie sich von Heinrich Zilles "Milljöh"-Studien inspirieren lassen, welchen Berliner Stadtteil mögen sie am liebsten? Das ändert sich immer. Derzeit finde ich Louisenstadt ganz besonders schön, also die Grenze zwischen Mitte und Kreuzberg.

Wolfgang Joop hat gerade den Duft "Freigeist" herausgebracht, wie könnte Ihr erstes Parfüm heißen?
Mein erstes Parfüm wird "Michalsky" heißen, das wird im September herauskommen und den Duft wird es für Männer und Frauen geben.

Als Ariel-Botschafter sind sie bereits als "Clementine der Modewelt" betitelt worden, haben Sie da keine Berührungsängste?
Nein, erstens ist es das beste Waschmittel, was es gibt, das ist durch Stiftung Warentest ja sogar nachgewiesen. Und zweitens bin ich ein Designer, der mit Kleidung zu tun hat und es ist ja vollkommen logisch, als Designer auch darüber nachzudenken, wie man sie pflegt. Und da ich tragbare Kleidung mache – mein Motto ist ja "real clothes for real people" - kann man einen Großteil meiner Kollektionen auch waschen. Und dazu kommt noch, dass ich persönlich sehr gerne wasche.

Aus der Gala.de-Redaktion:<br> Stefanie Behrens (behrens.stefanie@gala.de)
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