Meike Winnemuth
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Meike Winnemuth 365 Tage das gleiche Kleid

Spannendes Experiment: Journalistin und "Wer wird Millionär"-Kandidatin Meike Winnemuth trägt ein Jahr lang jeden Tag das gleiche Kleid

Gestern Abend gewann Meike Winnemuth bei "Wer wird Millionär" 500.000 Euro. Mit dem Geld könnte sich die Journalistin, die unter anderem für den "Stern" tätig war und momentan als Autorin für das "SZ-Magazin" arbeitet, zig neue Kleider kaufen. Momentan reicht ihr aber ein einziges. Die 50-Jährige hat ein spannendes Experiment gewagt: Sie trägt ein Jahr lang jeden Tag das gleiche Kleid. Egal ob im Winter oder Sommer, bei der Arbeit oder zu offiziellen Anlässen. Einzige Ausnahme: Sie darf das Outfit mit anderen Kleidungsstücken oder Accessoires kombinieren. Um unangenehme Gerüche zu vermeiden, gibt es das dunkelblaue Outfit in dreifacher, identischer Ausführung.

Doch was möchte Meike Winnemuth damit bezwecken? Die Journalistin will herausfinden, was man im Leben wirklich braucht und ob es eher erlösend oder belastend ist, sich keine Gedanken über die Kleiderfrage machen zu müssen. Außerdem will sie austesten, wie ihre Mitmenschen darauf reagieren, wenn sie täglich den gleichen Fummel trägt und wann man selbst davon genervt ist.

Meike Winnemuth am 11. Oktober als Kandidatin bei "Wer wird Millionär". Bei Günter Jauch erspielte sie 500.000 Euro.
© RTL / Stefan GregorowiusMeike Winnemuth am 11. Oktober als Kandidatin bei "Wer wird Millionär". Bei Günter Jauch erspielte sie 500.000 Euro.

Am 11. November 2009 startete die 50-Jährige ihr außergewöhnliches, wenn auch nicht ganz neues Projekt - passend zum Martinstag. Der Tag an dem Sankt Martin seinen Mantel mit einem armen Bettler teilte. Auf ihrer Internet-Seite "www.daskleineblaue.de" dokumentiert Meike Winnemuth ihr Experiment und zeigt jeden Tag ein Bild von sich in ihrem blauen Kleid. Doch warum ausgerechnet blau? "Weil ich aus Schleswig-Holstein bin und weil Dunkelblau das Pink der Norddeutschen ist", so die Journalistin auf ihrer Homepage.

Es ist übrigens nicht das erste Mal, dass sie sich solch einer besonderen Aufgabe stellt. So hat sie bereits einmal einen Monat lang von Hartz IV gelebt, sich innerhalb von drei Monaten auf den New York Marathon vorbereitet oder sich in einer Anzeige als alleinstehende Millionärin ausgegeben, um zu testen, wie viele Männer daraufhin ihr Interesse bekunden. Beinahe hätte sie sich nicht nur als Millionärin ausgeben müssen, sondern wäre tatsächlich eine geworden. Bei der 1-Million-Euro Frage nach dem zoologischen Namen der Brillenschlange, musste die "Wer wird Millionär"-Kandidatin am Ende dann aber doch passen. Von dem erspielten Geld will sie sich Schuhe und eine neue Tasche kaufen.

kma