Madonna, Lourdes Leon
© WireImage.com Madonna, Lourdes Leon

Lourdes Mamas Mädchen war gestern

Lourdes Ciccone Leon hat sich in kürzester Zeit zur Stil-Ikone entwickelt - mit besten Chancen auf eine Musik-Karriere. Muss Madonna vor der Konkurrenz in der eigenen Familie zittern?

Alphaweibchen dulden normalerweise keine Nebenbuhlerin.

Doch was ist bei Madonna schon normal? Obwohl ihre Begleiterin bei der "Nine"-Premiere die Fotografen deutlich mehr begeisterte als sie selbst, blieb die Queen of Pop entspannt. Hand in Hand schlenderten Madonna, 51, und Lourdes,13, ins New Yorker "Ziegfeld Theatre". Dank ihres lässigen Styles ließ die Tochter ihre Mutter ziemlich alt aussehen, und trotzdem: von Neid und Missgunst keine Spur bei Madonna. Sie platzte fast vor Stolz auf ihre größte Konkurrentin.

Schneller als man Gucci sagen kann, hat sich das Mädchen in eine Fashionista verwandelt. Schon jetzt ist Lourdes Ciccone Leon die Stil-Ikone Nummer eins für viele Gleichaltrige, und sogar erwachsene Frauen lassen sich von ihrem Look inspirieren. Lourdes scheint ihre Mutter als Mode-Autorität sogar schon überholt zu haben. "Sie sucht für mich und meine Tänzer die Klamotten aus", verriet Madonna dem britischen Sender GMTV. "Jeder kommt zu ihr und fragt sie, was sie vom jeweiligen Outfit hält. Alle fragen tatsächlich sie, nicht mich."

Auch im Showbiz könnte das früher oder später so sein. Bereits jetzt sei ihr ältestes Kind viel musikalischer, als sie es jemals war, sagt Madonna. Lourdes spiele Klavier, Trompete, Gitarre und Schlagzeug, sie höre am liebsten Lady GaGa, Ciara, Avril Lavigne und My Chemical Romance. Dadurch, so die Pop-Diva, lerne auch sie immer wieder neue Musik-Stile und -Acts kennen.

Klingt nach eitel Sonnenschein. Böse Zungen prognostizieren allerdings, dass der eigene Nachwuchs - wenn auch ungewollt - am Thron von Madonna säge. Die bleibt gelassen: "Lourdes will nicht Sängerin, sondern Schauspielerin werden. Damit habe ich auch kein Problem, sofern sie ihren Schulabschluss macht."

So viel Gelassenheit aus dem Mund der Mutter? Eine erstaunliche Entwicklung. Noch vor gut einem Jahr hieß es, Madonna wolle ihre Tochter möglichst lange vor der bösen Showbiz-Welt beschützen. Heute pusht sie ihr Mini-Me. Sie erlaubte ihr einen Auftritt in ihrem "Celebration"-Video, ließ sie im Rahmen der "Sticky & Sweet"-Tour in Israel mit über die Bühne tanzen, hat sie immer öfter bei öffentlichen Auftritten an ihrer Seite. Und auch privat setzt Lourdes Trends. Weil sie im New Yorker "Salon Tea" am liebsten eine Chai-Latte bestellt, erklärte das "People"-Magazin diesen Mix prompt zum neuen It-Getränk.

Noch sorgt Madonna für mehr Schlagzeilen als Lourdes: In Großbritannien wurden in der ersten Dekade des Jahrhunderts mehr als 45.000 Zeitungs- und Zeitschriftenartikel über sie gedruckt, damit lag sie vor Robbie Williams und Britney Spears. Schon am Ende dieses Jahres könnte Lourdes jedoch für größeren Medienwirbel gesorgt haben.

Eine Horrorvision für Madonna? "Unsinn!", wehrt ein Vertrauter gegenüber dem britischen "Daily Mirror" ab. "Sie unterstützt ihre Tochter mit ganzer Kraft. Zumal Lourdes nicht nur die Energie, sondern auch den Dickkopf geerbt hat. Das gefällt Madonna sehr." Die wiederum äußerte sich im Interview mit Gala so: "Meine Tochter ist verdammt clever und hat einen sehr starken Willen. Genau wie ich. Das ist manchmal eine echte Herausforderung." Und die liebt Madonna bekanntlich besonders.