Kirsten dunst
© Getty Images Kirsten dunst

Kirsten Dunst Keine blasse Dunst

Neue Filme, neuer Mann und neuer Look: Na, wenn das kein Grund ist, Kirsten Dunst zu feiern!

Sie trägt gerne Kleider und High Heels,

weil sie an sich am liebsten ihre Beine mag. Und ihren Blondschopf: "Ich finde wirklich, dass ich gute Haare habe", sagt Kirsten Dunst. Nur mit ihrer Oberweite hadert sie, wenn es um Mode geht. "Es ist viel schwieriger, sich gut zu kleiden. Ich versuche meinen Busen zu kaschieren, was eigentlich nicht meine Art ist, aber wenn man einen Bohnenstangenkörper hat, sieht einfach alles süß aus. Wie bei Alexa Chung, ich mag ihren Style." Und weil das so ist, ist der Stil des 30-jährigen Hollywood-Stars gar nicht so weit entfernt von dem des britischen It-Girls.

Die Schauspielerin zeigt gerne Bein und trägt High Heels.
© Getty ImagesDie Schauspielerin zeigt gerne Bein und trägt High Heels.

Der Look von Kirsten Dunst lässt sich in etwa so beschreiben: ein bisschen Boho gemixt mit Vintage, mädchenhaft, romantisch und doch cool. Ihr Lieblingsaccessoire ist eine SC Bag von Louis Vuitton. "Ich benutze sie jeden Tag", sagt sie, "ich mache keinen Scherz. Jeden. Einzelnen. Tag."

Die Karriere der Kirsten Caroline Dunst begann mit Werbespots, da war sie noch ein Baby. Mit sechs Jahren spielte "Kiki", so ihr Spitzname, in Woody Allens "New York Stories", mit zwölf küsste sie Brad Pitt in "Interview mit einem Vampir". Viele große Namen für ein kleines Mädchen. Und dann kam Spiderman. In der Trilogie verkörperte sie von 2002 bis 2007 die Mary Jane Watson an der Seite von Spiderman-Darsteller Tobey Maguire. Den küsste sie ein Jahr lang auch privat. Doch nach dem dritten Teil der Comicverfilmung war Schluss und die Nerven der Schauspielerin lagen blank. Der gerade erst aufgegangene Stern schien jäh vom Himmel zu stürzen. Es gab Gerüchte um Alkohol und Drogen. "Nachdem ich die letzte Folge abgedreht hatte, war das wie das Ende eines Lebensabschnitts. Plötzlich schienen sich neue Türen zu öffnen, und ich wusste nicht mehr, wohin es gehen sollte", sagte sie in einem Interview. Für Kirsten ging es zunächst weit, weit weg von Hollywood nach Utah in eine Klinik namens "Cirque Lodge". Ihre Diagnose mit knapp 25 Jahren: Depression!

Mit Garrett Hedlund ist Kirsten Dunst seit rund zehn Monaten zusammen und spricht verdächtig oft über Babys.
© Bulls PressMit Garrett Hedlund ist Kirsten Dunst seit rund zehn Monaten zusammen und spricht verdächtig oft über Babys.

Es folgten acht Wochen Therapie und zwei Jahre Auszeit. "Ich glaube, ich bin in dieser Zeit erwachsen geworden, ich habe mein Leben neu sortiert und versucht, eine Perspektive zu finden." Und die kam ausgerechnet von Bad Boy Lars von Trier. Der Kult-Regisseur, für den Schauspieler alles stehen und liegen lassen, wollte Kirsten Dunst unbedingt für die Rolle der depressiven Justine in seinem Weltuntergangsdrama "Melancholia". Ihr erster großer Kinoauftritt nach der Krise, den sie

"Ohne meine eigenen Erfahrungen hätte ich die Rolle bestimmt ganz anders gespielt", sagt sie. "Ich hätte die Krankheit nicht annähernd so gut verstanden." Ein Meilenstein, denn für ihre Leistung erhält sie die Silberne Palme in Cannes als beste Schauspielerin. Der Triumph bei den Filmfestspielen 2011 ist aber nicht nur ihre persönliche, sondern auch ihre modische Auferstehung. Plötzlich trägt sie Couture statt Grunge, erscheint mal im sexy Kleid, mal im coolen Smoking, überrascht mit märchenhaften Frisuren und strahlt mit dem Blitzlicht um die Wette. Sie ist erwachsen geworden, auch in Sachen Mode. "Ich will mich wie eine 30-jährige Frau kleiden. Deshalb miste ich gerade meinen Kleiderschrank aus und trenne mich von allem Kindischen."

Was kaum jemand über Kirsten Dunst weiß: Die Schauspielerin ist zwar in New Jersey geboren, hat aber einen deutschen Vater namens Klaus und besitzt seit Kurzem auch die deutsche Staatsbürgerschaft. "Ich bin mit meinem Vater durch den Schwarzwald gereist, habe Schlösser und mittelalterliche Städte gesehen. Das hat mir gut gefallen." Ihre Frische und Natürlichkeit machen sie auch zum begehrten Gesicht der Fashion- und Beautyindustrie. Sie warb schon für Miu Miu und Bulgari-Parfüm, zierte die Cover der Magazine "Vogue" und "Elle". Und trotzdem ist sie auf dem Boden geblieben: "Ich würde nie ein Leben mit Assistenten und Bodyguards wollen", sagt Kirsten Dunst, "damit nimmst du den Spaß aus deinem Alltag." Und die Frage, was denn ihr Lieblings- Look auf dem roten Teppich sei, beantwortet sie mit: "Ich hasse Red-Carpet- Bilder." Während viele ihrer Kolleginnen von Traumroben geschwärmt hätten, empört sie sich darüber, dass das Blitzlicht ihr die Wangenknochen nimmt und sie ein Mondgesicht bekommt. Sie ist amüsant. Antwortet unerwartet. Kleidet sich außergewöhnlich. Und ist glücklich! Denn am Set zu "On the Road – unterwegs" wartete nicht nur eine neue Herausforderung, sondern auch eine neue Liebe. Mit Film-Partner Garrett Hedlund ist die Schauspielerin offiziell seit Anfang des Jahres liiert. Sie spricht sogar vom Kinderkriegen: "Ich bin absolut bereit für diesen Schritt." Sie war lange unterwegs, jetzt scheint sie angekommen zu sein. Es ist jedes Mal eine Freude, wenn neue Bilder von ihr auftauchen, die "kühle Kirsten" ist verschwunden, jetzt ist da einfach nur noch Licht am Ende des Tunnels.

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