Hochzeitstradition: Königin Victoria + Prinz Albert
© Getty Images Königin Victoria + Prinz Albert

Hochzeitstradition Darum tragen Bräute weiß

Unberührt und jungfräulich? Dafür steht die Farbe Weiß auch, keine Frage. Aber die wirkliche Herkunft der wohl am weitesten verbreiteten Hochzeitstradition verdanken wir einer ganz besonderen, royalen Trendsetterin

Der schönste Tag im Leben eines Paares wird nicht selten überlagert von unzähligen Gebräuchen und Traditionen. Eine jedoch, an der es nur selten etwas zu meckern gibt, ist das weiße Brautkleid.

Wer jedoch glaubt, die weiße Farbe solle Reinheit und Jungfräulichkeit repräsentieren, liegt nicht ganz richtig. Zwar werden ein weißes Kleid und damit auch die Braut zweifelsohne mit diesen Attributen assoziiert, es ist jedoch nicht der tatsächliche Ursprung.

Royale Trendsetterin

Schuld am Hype ums weiße Brautkleid ist laut einem Artikel des "Time"-Magazin niemand geringeres als Königin Victoria (1819-1901) von England. Vor gut 200 Jahren waren es nämlich noch rote Kleider, die bei Bräuten ganz oben auf der Wunschliste standen. Rot wurde als besonders romantische Farbe empfunden und durfte daher bei keiner Eheschließung fehlen.

Wie auch heute noch im asiatischen Raum wurde die Farbe Weiß früher eher mit Beerdigungen und Trauer in Verbindung gebracht, als mit Hochzeiten.

Erst 1840, bei der Traumhochzeit von Victoria und ihrem Prinzgemahl Albert, wurde die Tradition des weißen Brautkleides endgültig durchgesetzt.

Hochzeitstradition: Das weiße Hochzeitskleid von Königin Victoria löste 1840 eine wahre Revolution in der Brautmode aus.
© Getty ImagesDas weiße Hochzeitskleid von Königin Victoria löste 1840 eine wahre Revolution in der Brautmode aus.