H&M + Comme des Garçons Japan-Look für alle

Nicht nur Stars wie Katie Holmes besticht der Stil der Japanerin Rei Kawakubo - in einer fünften Mode-Liaison kooperiert "H&M" jetzt mit ihrem Label "Comme des Garçons"

Für viele Fashionistas das Highlight des Jahres:

H&M bringt mit Comme des Garçons eine große Überraschung nach Harajuku, einen Ort, an dem Straßenkultur und High Fashion miteinander verschmelzen. Die Designpartnerschaft H&M/Comme des Garçons, feierte am Samstag ihre Weltpremiere in Tokio. Die ersten Kundinnen und Kunden warteten bereits drei Tage vor der eigentlichen Eröffnung geduldig vor dem neuen Store. Tausende drängten sich vor dem Laden als die Türen schließlich geöffnet wurden. Am 13. November kommt die Kollektion auch in die deutschen Filialen des schwedischen Modelabels.

Die fünfte Liason mit einer Mode-Ikone: "Comme des Garçons" ab 13. November bei H&M
© PRDie fünfte Liaison mit einer Mode-Ikone: "Comme des Garçons" ab 13. November bei H&M

Sie hat sich lange bitten lassen. Umso stolzer sind die Kreativen des schwedischen Modegiganten H&M darauf, dass sie Rei Kawakubo, die First Lady der japanischen Avantgardisten, für eine Kooperation gewinnen konnten. Nach Karl Lagerfeld, Stella McCartney, "Viktor & Rolf" sowie Roberto Cavalli wird die Designerin von Comme des Garçons ihre exklusiven Entwürfe ab 13. November weltweit in den H&M-Shops anbieten. Ein ungewöhnliches Projekt für die 1942 in Tokio geborene Kawakubo, die seit einigen Jahren ihre Kollektionen in oft nur Insidern bekannten "Guerrilla"-Stores vertreibt.

Die Japanerin gab 1981 ihr Prêt-à-porter-Debüt in Paris, sie gilt als eigensinning und unangepasst. Damals verrissen die Kritiker ihre Kollektion als "post­atomaren Fetzenlook". Was sie zeigte - ungeschminkte Models in scheinbar unfertigen, farblich düster nunacierten Kleidern und flachen Schuhen - zerstörte das bis dato vorherrschende Frauenbild radikal und traf in der westlichen Modewelt auf totales Unverständnis, anfänglich jedenfalls. Schon wenig später wurde sie mit ihren Entwürfen als Revolutionärin gefeiert - und tatsächlich hat sie bis heute viele nachfolgende Designer beeinflusst.

Lange musste H&M bitten, bevor die Designerin von "Comme des Garçons" Rei Kawakubo für schwedischen Modekonzern entwarf
© PRLange musste H&M bitten, bevor die Designerin von "Comme des Garçons" Rei Kawakubo für schwedischen Modekonzern entwarf

Ob sie wie ihre Vorgänger die Fashionistas auch hierzulande schon nachts vor die H&M-Boutiquen locken kann, um eines der Teile zu ergattern, wird sich zeigen. Bisher begeisterten ihre ungewöhnlichen Entwürfe hauptsächlich die Mode-Avantgardisten. Dank H&M könnte Comme des Garçons allerdings bald auch hier für viel Furore sorgen.

Alle Neugierigen können die komplette Kollektion übrigens schon jetzt auf stylefinder.com bewundern.

Dagmar Gnosa