Kolumne: Fashion Friday

Ode an die Öko-Latsche

Früher Öko-Latsche, heute "heißer Scheiß" - wie Steffen von GALA sich vor einigen Jahren in Gesundheitssandalen verliebte und warum er ihnen bis heute treu geblieben ist 

Fashion Friday 

Fashion Friday 

It-Pieces aus Vettelschoß. Jetzt fragen Sie sich sicherlich, wo dieser exotische Ort liegt und welche modischen Trendteile gemeint sind. In der rheinland-pfälzischen 3.300-Seelen-Gemeinde befindet sich der Firmensitz von . Hersteller jener Sandalen, die lange Zeit als Öko-Latschen verschrien waren und doch in den vergangenen Saisons beinahe jeden Promi-Fuß schmückten. 

Öko-Latschen als Familientradition

Solange ich zurückdenken kann, hat meine Mutter mir pünktlich zum Sommerbeginn ein Paar Birkenstocks "andrehen" wollen. Mitten in der Pubertät, zu Zeiten in denen der Coolness-Faktor der wichtigste Aspekt in meinem Leben war, konnte sie mich mit dem Argument "gesunde Füße"nicht wirklich überzeugen. Mein Teenager-Ich bestand auf Sneakers, in der richtigen Trend-Farbe, vom richtigen Trend-Label - und wenn nicht, hätte mein Leben von jetzt auf gleich keinen Sinn mehr gehabt. 

Comeback auf dem Catwalk

Im Jahr 2013 erfüllte "Céline"-Chefdesignerin Phoebe Philo meiner Mutter endlich ihren Herzenswunsch, als sie ihre Models in Sandalen über den Laufsteg schickte, die stark an die Modelle des deutschen Traditionsunternehmens erinnerten. Philo löste einen Hype aus, durch den auch ich die Kult-Schlappe plötzlich in einem ganz neuen Licht wahrnahm. Bei Giambatitsta Valli und Givenchy schlappten zudem ganz ähnliche Modelle über den Laufsteg und wie man so schön zu pflegen sagt: "Drei sind ein Trend".  

Sanitätshaus(-Couture)

Trends kommen und gehen, meine Birkenstocks allerdings sind bis heute geblieben. Modell "Arizona", mit zwei Riemchen und dem berühmten Fußbett - der absolute Unisex-Klassiker. Das jährliche Sandalen-Shopping mit meiner Mutter ist mittlerweile zur Tradition geworden. Sie sind jedoch nicht nur an meinen Füßen zu finden.

Bereits ein Jahr nach dem Catwalk-Comeback sind auch alle Modeketten auf den Zug in Richtung Sanitätshaus(-Couture) aufgesprungen. Die Nachfrage in den Stores besteht weiterhin. Meiner Meinung nach geht aber nichts über das Original, besonders in puncto Komfort.  

Kalkulierter Stilbruch

Öko-Sandale bedeutet nicht gleich Öko-Outfit, ganz im Gegenteil. Gestylt werden die Ur-Sandalen als kalkulierter Stilbruch.  Zum Beispiel mit einer eleganten Culotte und einer Seidenbluse oder zum sommerlichen Zweiteiler im Pyjama-Look. Modelle in angesagten Metallic-Tönen hingegen umgehen den Bruch und harmonieren perfekt mit femininen Styles. 

In diesem Sinne: Lassen Sie die High-Heels doch einfach mal im Schrank stehen und gönnen Sie Ihren Füßen einen Tag Wellness in diesem ziemlich stylischen Spa. 

Trend-Alarm

Die coolsten It-Pieces der It-Girls

Elle Fanning liebt den "Slidy Viv" (Preis ca. 950 Euro) für seine Bequemlichkeit und funkelnde Eleganz. Zu Mom-Jeans und bauchfreier Bluse kombiniert sie den Schuh von Roger Vivier als funkelnden Eyecatcher.
Oscarpreisträgerin Brie Larsson perfektioniert ihren lässigen Airport-Style mit den beliebten Schuhen von Roger Vivier. Das Modell gibt es in mehreren Farben, doch scheint Schwarz der unangefochtene VIP-Liebling zu sein.
Bella Hadid präsentiert sich auf dem roten Teppich ja gerne einmal relativ "nackt". Der neueste Schuh-Trend kommt ihr daher sehr gelegen. "Naked Heels" heißen die schicken Sandaletten, die sich momentan zu den Lieblingsschuhen vieler Stars entwickeln. Der Coup: Die Riemchen bestehen aus einem transparenten Material, sodass sie nahezu unsichtbar sind.
Der Trend schlägt so große Wellen, dass er von Hollywood auch an den königlichen Hof übergeschwappt ist. Das Modell von Königin Letizia ist eine wahre optische Täuschung. Fast könnte man meinen, dass es lediglich aus dem feinen, schwarzen Riemchen und Absatz besteht.

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