Dessous-Studie

Was Frauen drunter tragen

Eine Studie hat jetzt ermittelt: Frauen wollen sich in Dessous vor allem selbst gefallen und Luxus genießen

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Dass schöne Dessous deutschen Frauen und Männern gleichermaßen Spaß macht, ist kein Geheimnis. Dabei sind insbesondere die Frauen bei der Wahl ihrer Wäsche in den letzten Jahren immer mutiger geworden und greifen vermehrt zu Wäsche abseits des Massenmarktes. Dies zeigt sich nicht zuletzt daran, dass Desoushersteller wie "Agent Provocateur" oder "Victoria's Secret" in den vergangenen Jahren auch den deutschen Markt erobern konnten.

Doch welche Faktoren spielen eigentlich eine Rolle, wenn Frau sich auf die Suche nach schöner Unterwäsche begibt? Geht sie auf die Vorlieben ihres Partners ein? Kauft sie die edlen Hautschmeichler lieber allein oder in Begleitung von Freundinnen? Und: Welche Farben lieben deutsche Frauen eigentlich "drunter"?

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Links: Schleifenslip von "Mimi Holliday", ca. 44,90 Euro; Rechts: "Mimi Hollyday" Peephole-Panty, ca. 44,90 Euro

In einer Online-Befragung von über 3.300 Frauen sind "vogue.com" und der Dessousversand liaison dangereuse diesen und anderen Fragen nachgegangen - und haben Erstaunliches herausgefunden.

"Während Frauen sonst gerne mit Freundinnen bummeln, werden Dessous alleine gekauft", so Laurence Saunier, Geschäftführerin von "liaison dangereuse". Ganze 65 Prozent der Befragten gaben an, am liebsten ohne Begleitung nach Damenunterwäsche Ausschau zu halten.

Zudem stellte sich heraus, dass die meisten Frauen ihre Wäsche vor allem aus eigenem Antrieb kaufen und nicht etwa, um anderen zu gefallen. "Es zählt mehr der (...) persönliche Luxus und das persönliche Wohlgefühl", stellte Laurence Saunier fest. 53 Prozent nannten den persönlichen Tragekomfort als ausschlaggebend für die Dessouswahl. Das heißt die deutsche Frau möchte sich vor allem selbst sexy fühlen und erst in zweiter Linie auch für ihren Partner attraktiv sein.

Und diesen persönlichen Luxus lassen wir uns einiges Kosten: Die große Mehrheit der befragten Frauen ist bereit, zwischen 50 und 100 Euro für einen BH auszugeben, einige sogar noch mehr. Das beweist: Der Dessous-Kauf ist ein klassischer Lustkauf, der bei 44 Prozent vom Gefühl des "Haben Wollens" geleitet ist.

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BH "Pin Up", ca. 99,90 Euro; Strapsgürtel "Pin Up" ca. 69,90 Euro und Panty 49,90 Euro. Alles von "Pleasure State"

Enttäuschender ist dagegen die Einsicht, dass wir uns zwar insgesamt mutiger bei der Dessouswahl zeigen, aber längst noch nicht beherzt zu ausgefallenen Stücken greifen. Viele Frauen sind von Zweifeln geleitet, ob das Objekt der Begierde auch wirklich zum eigenen Stil passt.

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Bustier "Passionée", ca. 269 Euro; passender String, ca. 64,90 Euro. Beides von "Chantal Thomass"

Und auch bei der Farbwahl darf Frau ruhig noch etwas mutiger werden. Bislang greift das Gros der weiblichen Deutschen nämlich bevorzugt zu schwarzer Spitzendessous. Die ist zwar schön und klassisch, aber nicht unbedingt der Inbegriff von Experimentierfreudigkeit. Vor allem am Abend bevorzugen immer noch 59 Prozent das "edle Schwarze".

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Torselett "Superbe" von "Chantal Thomass", ca. 499 Euro

Was Männer aus der Dessous-Studie lernen können? Dass sie offenbar nicht der Dreh- und Angelpunkt unserer Shoppingwelt sind. Wir wählen Wäsche nach unserem persönlichen Stil und unseren Outfit-Vorlieben aus.

Wenn ein Mann seiner Freundin Slip und BH schenken möchte, sollte er dies im Hinterkopf behalten. Denn wer die Dessous nicht nach männlichem Geschmack, sondern passend zum Stil der Liebsten auswählt, kann wenig falsch machen.

gsc

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BH "Tulle Fronce", ca. 109 Euro; passender Strapsstring, ca. 139 Euro. Beides von "Chantal Thomass"

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