Hollywood-Stars wie Liz Taylor waren berühmte Kundinnen des Unternehmens. Aber auch die Steine, die von Cartier gefasst wurden, sind berüchtigt. So wurde der legendäre "Star of South Africa" mit 83 Karat in einer Brosche verarbeitet. Richard Burton gab für Liz Taylor bei den Franzosen zahlreiche Schmuckstücke in Auftrag, unter anderem den größten jemals geschliffenen Diamanten.
Seit 1899 befindet sich das Stammhaus von Cartier in der Pariser Rue de la Paix. Von dort eroberten die Brüder Jacques und Pierre die Welt, sie eröffneten Läden an der New Yorker Fifth Avenue und in London.
Erst mit einer Geschichte werden Juwelen zu Ikonen. In den Siebzigerjahren machte das Love-Bracelet (M.) als "moderner Keuschheitsgürtel" Furore. Liz Taylor und Richard Burton trugen es genauso wie Ali MacGraw und Steve McQueen. Der Trinity-Ring (u.) wurde für den Künstler Jean Cocteau entworfen. Im Schmuckbereich benutzt Cartier kein Silber, sondern ausschließlich Gold und Platin.
Louis Cartier entwickelte für einen Freund, den Flieger Albertos Santos Dumont, 1904 die erste Armbanduhr, eine "Santos" (r.). Davor gab es nur Taschenuhren, die allerdings beim Fliegen unpraktisch waren. Links: Modell "Calibre" mit Faltschließe, ebenfalls eine Erfindung von Louis Cartier. Erkreierte sie 1909 mit Edmond Jaeger.
Erstmals in seiner Geschichte ließ Cartier jetzt einen Werbefilm drehen,der im Kino und im Internet gezeigt wird. Mehr als zwei Jahre arbeiteteein Team an der Realisierung, in dem spielerisch die Geschichte der Ikonendes Hauses auf einer Weltreise erzählt wird. Der Film ist auf www.odyssee.cartier.de zu sehen.
Sie war das It-Girl ihrer Zeit und zog mit Coco Chanel in den Zwanzigern in Paris um die Häuser. Jeanne Toussant prägte Cartier als Designerin.
Anfang des vergangenen Jahrhunderts waren Juwelen vor allem Maßanfertigungen, quasi die Haute Couture des Schmucks. Bis heute wird auf Handwerkskunst viel Wert gelegt. So fasst Cartier beispielsweise die meisten Verlobungsringe nur mit vier Krappen, da so die Diamanten mehr funkeln.