Mischa Barton und André Borchers
© Picture Alliance Mischa Barton und André Borchers

André Borchers Lieblings-Accessoire: Erfolg

André Borchers stellte seine neue Accessoires-Kollektion vor. Bei seiner Launch-Party war unter anderem Stargast Mischa Barton da

Wer an die Redewendung glaubt,

der zufolge Mitleid gratis ist, während Neid hart erarbeitet werden muss, der kennt André Borchers nicht. Der 26-Jährige wird von vielen beneidet - mit Arbeit oder Leistung hatte beides bislang weniger zu tun als mit seinem Auftreten. Beim Treffen im Hamburger "Side"-Hotel trägt er ein graues Sweatshirt mit aufgedruckten Comic- Autos, ist geschmückt mit Ketten und Ringen, am Handgelenk funkeln Rolex und Diamantarmband. Ein Mann mit kindlicher Freude am Auffallen.

Hauptsache auffallen: André Borchers liebt schräge Frisuren, Mode und Handtaschen.
© Getty ImagesHauptsache auffallen: André Borchers liebt schrägeFrisuren, Mode und Handtaschen.

Der Nachwuchs-Designer besitzt eine Wohnung an der Alster und eine im New Yorker Greenwich Village. Jetzt hat er die Präsentation seiner "KIN Collection" gefeiert, eine Accessoire-Linie, bei der Einzelstücke bis zu 85000 Euro kosten. Eine Party, zu der sogar TV-Starlet Mischa Barton einflog - gegen Übernahme von Reisekosten und Überlassung "einiger Goodies", versteht sich.

Borchers' Familie ist mit Supermärkten, Immobilien und Holzhandel reich geworden, als Jung-Designer und Schöngeist nutzt André die ihm zur Verfügung stehenden Möglichkeiten nun voll aus. Er ist der Paradiesvogel der Familie, und wenn er erzählt, dass die konservativen Eltern seinen Lebensweg nicht immer verstanden haben, dann klingt das noch untertrieben. Zumal Borchers sich in den vergangenen Jahren häufig als exzentrischer Erbe in Boulevard-TV-Sendungen inszenierte.

Bereits seit 2009, da studierte er noch Modedesign, nutzt er Image-Berater. Nicht immer haben diese ihre Arbeit gut gemacht. Heute sagt er: "Unter meinem Rich-Kid-Image habe ich sehr gelitten." Verbiegen mag sich André - geboren im beschaulichen Bad Oeynhausen und längst in der Welt zu Hause - aber auch nicht. Er liebt Luxus, er liebt Taschen, und sein Ziel steht fest: 2Ich möchte nicht berühmt, ich möchte erfolgreich sein." So wie Karl Lagerfeld, den er bewundert, oder Giorgio Armani, der bei einem Treffen von seiner damaligen Irokesen-Frisur begeistert war.

Fest steht: So abweisend-kühl Borchers auf den ersten Blick wirkt, so leise bis unsicher ist er im Gespräch. Die Irrungen und Wirrungen der vergangenen Jahre seien vorbei, betont er. Nun will er seine Accessoires verkaufen, nicht mehr, nicht weniger. Denn: "Ich möchte das, was ich mir vornehme, immer durchbekommen." Das klingt wieder ein bisschen nach verwöhntem Jungen, aber auch nach einem Mann, der sein Ziel vor Augen hat. Übrigens: Auch die Eltern waren bei Borchers' großer Party dabei - und sehr stolz.

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